In Vertretung von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) beförderte dessen Staatssekretär Stéphane Beemelmans die Offiziersanwärter zum Leutnant oder Leutnant zur See und damit zum ersten Offizierdienstgrad.
Die Zeremonie hatte mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Theatinerkirche begonnen. Friedensaktivisten protestierten mit einer Mahnwache und einer Kundgebung gegen den Beförderungsappell. Nach Polizeiangaben nahmen bis zu etwa 60 Menschen an der Demonstration teil. Bei dem Appell im Hofgarten wurden rund 3000 Zuschauer gezählt.
Die Präsidentin der Universität der Bundeswehr, Merith Niehuss. bezeichnete den Hofgarten als würdigen Rahmen für die emotional wichtigste Beförderung innerhalb der Offizierlaufbahn. Ministerpräsident Horst Seehofer, der am Freitag von Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (beide CSU) vertreten wurde, hatte vorab von einem "klaren öffentlichen Bekenntnis zu unseren Streitkräften" gesprochen. Kreuzer sagte, es sei eine Ehre und Selbstverständlichkeit, für die Soldaten Flagge zu zeigen. "Wir in Bayern sind stolz auf sie." SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher erklärte, die Bundeswehr verdiene öffentliche Unterstützung aus Politik und Gesellschaft. dpa