Junge Mutter in der Oberpfalz erstochen - Lebensgefährte dringend tatverdächtig: Um drei Uhr nachts am Mittwoch (23.01.2019) ist die Polizei nach Altenstadt an der Waldnaab (Landkreis Neustadt an der Waaldnaab) gerufen worden. Vor Ort entdeckten die die Polizisten eine nicht ansprechbare Frau. Die Reanimationsversuche des Rettungsdienstes blieben ohne Erfolg. Die Frau starb vor Ort.

Auf Nachfrage von inFranken.de bestätigt ein Sprecher der Polizei: Es habe mehrere Anrufe gegeben, dass sich eine verletzte Frau im Haus befindet. Viele Anrufe kamen aus dem Mehrfamilienhaus. Wie die Hausbewohner auf die tödlich verletzte Frau aufmerksam geworden sind, ist bislang noch unklar.

Lebensgefährte soll Frau mit Messer erstochen haben

Bei der Getöteten handelt es sich um eine 22-jährige, syrische Staatsangehörige. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist ihr 27-jähriger Lebensgefährte, ebenfalls syrischer Staatsangehöriger, dringend tatverdächtig, die Frau mit einem Messer tödlich verletzt zu haben. Der Tat soll ein Streit vorangegangen sein. Beide bewohnten eine gemeinsame Wohnung in dem Anwesen. Die mutmaßlichen Motive liegen im persönlichen Bereich.

Eine Obduktion des Leichnams der Frau bestätigte, dass sie infolge einer Stichverletzung zu Tode kam, teilte die Kriminalpolizei am Donnerstag mit. Gegen den Beschuldigten wurde zwischenzeitlich Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Im Rahmen der Vernehmung räumte der Mann bereits am Vortag ein, auf seine Lebensgefährtin mit einem Messer eingestochen zu haben.

Besonders tragisch: Getötete ist Mutter zweier kleiner Kinder

Das Opfer war Mutter zweier Kinder. Die Kinder sind vier Jahre beziehungsweise sechs Monate alt. Sie befanden sich zum Zeitpunkt der Tat in dem Haus und wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Die Kinder wurden über das Jugendamt des Landratsamtes Neustadt an der Waldnaab in Obhut genommen.

Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden in der Oberpfalz hat vor Ort die umfangreichen Ermittlungen aufgenommen. Zur Tatortarbeit wurden sie von rechtsmedizinischen Sachverständigen aus Erlangen und dem Bayerischen Landeskriminalamt unterstützt.

Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa