Landshut
Kurios

Trotz "All you can eat": Restaurant erteilt Mann Hausverbot - 100-mal Nachschlag geholt

Er hat sich nur an das "All you can eat"-Angebot gehalten: Ein Mann soll in Niederbayern aber deshalb sogar Hausverbot in einem Sushi-Restaurant bekommen haben. Der Grund: Er soll 100 Portionen verdrückt haben.
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Bedeutet  "All you can eat" wirklich unbegrenztes Essen? Offensichtlich nicht, wie eine Meldung aus Landshut zeigt. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa
Bedeutet "All you can eat" wirklich unbegrenztes Essen? Offensichtlich nicht, wie eine Meldung aus Landshut zeigt. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

Kuriose Meldung aus Niederbayern: Ein Mann hat beim "All you can eat" eines Sushi-Restaurants in Landshut ordentlich zugelangt und dafür Hausverbot kassiert. "Ich esse, bis ich satt bin", sagte der Mann, um sich diese kuriose Geschichte dreht, in einem Interview mit der "PNP".

Der Mann heißt Jaroslav Bobrowski und sieht ganz und gar nicht aus wie ein typischer Vielfraß. Und trotzdem hat er in einem Sushi-Restaurant glatt 100 (!) Mal Nachschlag geholt. Heißt ja auch "All you can eat". Dachte er jedenfalls. Doch als Bobrowski nach seinem ausgiebigen Dinner bezahlen wollte, wurde ihm mitgeteilt, dass er ab sofort Hausverbot in dem Restaurant habe. "Weil ich zu viel esse", sagt Bobrowski. An der Kasse wollte er sogar Trinkgeld geben. Doch der Kellner wollte es nicht annehmen. Also bezahlte Bobrowski den üblichen Festpreis von 15,90 Euro für das All-you-can-eat-Sushi.

Was bedeutet "All you can eat"?

Anscheinend kommt es der Chefin des Lokals zu teuer, wenn Jemand so viel isst. Doch warum nennt man es dann eigentlich "All you can eat", frage ich mich, während ich diese Zeilen tippe. Wenn das Angebot dementsprechend lautet, muss man doch auch davon ausgehen können, in der Tat so viel zu essen, bis man nicht mehr kann.

Jaroslav Bobrowski ist übrigens kein klassischer Vielfraß - jedenfalls sieht man es ihm so gar nicht an. Der 30-jährige Landshuter ist Fitness-Trainer und Triathlet, war früher Bodybuilder. Sein Körperfettanteil dürfte unter zehn Prozent liegen, wie er selbst über sich sagt. Sein Bärenhunger kommt von einer speziellen Diät, bei der er 20 Stunden am Tag gar nichts isst und die restlichen vier Stunden dann so richtig reinhaut. Eben bis er satt ist. An diesem Abend im "All-you-can-eat"-Restaurant reichte der Hunger dann für 100 Teller des "Running-Sushi"-Angebots.

Doch warum führt das jetzt gleich zum Hausverbot? Sind die Spielregeln nicht klar definiert? So lange essen, bis man satt ist und nicht mehr essen kann oder will. Das heißt für mich "All you can eat". Meistens schaffe ich gar nicht so viel, wie ich vielleicht wollte. Da denke ich, würde es sich bestimmt irgendwie "ausgleichen", wenn Jemand wie Bobrowski die fünffache Menge der meisten Anderen verdrückt. Doch das Restaurant in Landshut sah das offenbar ganz anders.

Wer seine eigenen All-you-can-eat-Fähigkeiten testen möchte, kann das in Franken zum Beispiel hier ausprobieren:

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