Was Wintersportler freut, führt im Straßenverkehr häufig zu gefährlichen Situationen. Nicht nur auf den Straßen, die sich durch Schnee- und Eisglätte schnell in Rutschbahnen verwandeln können, auch auf den Dächern von Lkw, Anhängern und Zugmaschinen können sich Schnee und Eis als gefährliche Dachlasten ansammeln.

Die Folgen von Eis- und Schneebrocken, die während der Fahrt von den Dächern der Laster herabfallen können, sind kaum absehbar. Nicht selten kommt es zu Unfällen mit nachfolgenden oder vorbeifahrenden Fahrzeugen, bei denen Personen verletzt werden oder teilweise erheblicher Sachschaden entsteht.

Lkw-Fahrer sind deswegen gesetzlich verpflichtet, vor Fahrtantritt die Dächer ihrer Fahrzeuge von den gefährlichen Dachlasten aus Eis und Schnee zu befreien. Doch das geschriebene Wort des Gesetzes ist in der Praxis nicht immer leicht einzuhalten. Eisige Kälte, vereiste Autohöfe und Parkplätze, Dunkelheit und Sicherheitsvorschriften der Berufsgenossenschaften stellen die Fahrer vor handfeste Probleme. Dennoch entbindet sie das Gesetz nicht von ihrer Pflicht.

Räumstationen sollen helfen

Sichere und bequem begehbare Gerüstkonstruktionen, die auch von der Berufsgenossenschaft zertifiziert sind, bieten den Brummifahrern die Möglichkeit, ihre Dachlasten vor Fahrtantritt abzuräumen. Die osthessische Polizei steht damit nicht alleine da.

Mittlerweile sind bundesweit über 30 Räumanlagen auf Raststätten und Autohöfen eingerichtet. Eine Übersicht über die Standorte der Schneegerüste kannauf der Seite der Fernfahrerstammtische heruntergeladen werden.