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München
Tarifkonflikt

Warnstreiks bei Post gehen weiter - auch in Franken

Wieder sind auch in Bayern Post-Mitarbeiter in den Warnstreik getreten. In Franken sind Nürnberg, Bayreuth und Würzburg betroffen. Doch über Ostern ist mit den Aktionen erstmal Schluss. Ob und wann es kommende Woche weitergeht, ist offen.
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Da bleibt wohl einiges liegen - bei der Deutschen Post gehen die Warnstreiks weiter. Foto: Oliver Berg/dpa
Da bleibt wohl einiges liegen - bei der Deutschen Post gehen die Warnstreiks weiter. Foto: Oliver Berg/dpa
Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post gehen die Warnstreiks auch in Bayern weiter. Nachdem bereits am Mittwoch etwa 1500 Postboten im Freistaat die Arbeit niedergelegt hatten, beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag ähnlich viele Beschäftigte an den Aktionen. Betroffen waren Niederlassungen in Augsburg, Bayreuth, Freising, München, Nürnberg, Rosenheim, Straubing und Würzburg.

Über Ostern sind nach Angaben eines Sprechers keine weiteren Aktionen geplant. Wann und ob es ab kommenden Mittwoch wieder Warnstreiks geben wird, ist noch nicht entschieden. Am späten Vormittag protestierten Hunderte Postler in der Münchner Innenstadt. Der Warnstreik der Postboten sowie der Orkan "Niklas" hatten bundesweit für massive Behinderungen in der Postzustellung gesorgt, insgesamt seien am Mittwoch sechs Millionen Briefe und 300.000 Pakete liegen geblieben, sagte Post-Betriebschef Uwe Brinks.

Verdi fordert die Verkürzung der Wochenarbeitszeit für die rund 140.000 tariflich bezahlten Mitarbeiter der Post von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Auf diesem Wege sollen die Beschäftigten dafür entschädigt werden, dass die Post mit der Gründung von regionalen Gesellschaften in der Paketzustellung nach Gewerkschaftsansicht vertragliche Vereinbarungen gebrochen hat. Dort wird weniger gezahlt als der Haustarif. Die nächsten Gespräche sind für den 14. April in Berlin angesetzt.