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Ingolstadt
Auszeichnung

Seehofer: Gönne Merkel den Friedensnobelpreis

CSU-Chef Horst Seehofer würde nach eigener Aussage Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Friedensnobelpreis gönnen - auch wenn die beiden Parteivorsitzenden in der Flüchtlingspolitik derzeit über Kreuz liegen.
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Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Auf die Frage, wie sehr er eine solche Auszeichnung der Flüchtlingspolitik Merkels befürchte, sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch in Ingolstadt: "Da ist keine Befürchtung, sondern wenn sie ihn bekommt, dann gönne ich ihn ihr. Und ich freue mich auch, wenn sie ihn bekommt."

Zu den bestehenden Differenzen in der Flüchtlingskrise sagte Seehofer: "Ich muss Ihnen sagen: Wir beide, also die Kanzlerin und ich, sehen das wahrscheinlich viel gelassener, als Sie glauben." Er fügte hinzu: "Es kommt im politischen Leben immer mal bei großen Fragen vor, dass man unterschiedlicher Meinung ist. Dann muss man diskutieren."

Seehofer fordert dringend eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen, Merkel lehnt ein entsprechendes Signal ab.


Bekommt die Bundeskanzlerin am Freitag den Friedensnobelpreis?

Glaubt man dem traditionsreichen britischen Wettanbieter Ladbrokes, stehen die Chancen für Angla Merkel (CDU) so gut wie für keinen anderen Kandidaten. Die Wettquote lag am Mittwoch bei 2/1, heißt: Für ein eingesetztes britisches Pfund bekommt man zwei zurück. Damit lag Merkel an der Spitze vor dem kongolesischen Arzt und Menschenrechtsaktivisten Denis Mukwege (5/1). Papst Franziskus lag mit einer Quote von 6/1 auf dem dritten Platz.
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