Da immer nur 400 Besucher eingelassen würden, hätten sie teils bis zu zweieinhalb Stunden Wartezeit in Kauf nehmen müssen. "Das große Interesse an der Ausstellung bringt uns an unsere Grenzen, bisher haben wir aber noch alles im Griff", versichert Eser. Wartende Besucher erwiesen sich als geduldig.

Auf besonders großes Interesse stoßen die vom Museum angebotenen Gruppenführungen. Inzwischen seien sämtliche Gruppentermine für Juni und Juli ausgebucht, erst ab August sei wieder etwas buchbar. "Öfter als alle 20 Minuten können wir keine Gruppen durch die Ausstellung führen, weil sich sonst die Einzelbesucher von den Erläuterungen gestört fühlen würden", sagt Eser. Interessierten empfiehlt er einen Besuch am späteren Nachmittag oder am Mittwoch- oder Donnerstagabend; an beiden Tagen ist die größte Dürer-Ausstellung in Deutschland seit 40 Jahren jeweils bis 21 Uhr geöffnet. "Da kann man Dürer noch für sich alleine erleben."


Konzept kommt gut an



Wie Einträge im Gästebuch zeigten, kommt das Ausstellungskonzept bei den meisten Besuchern gut an. "Wir hatten erst befürchtet, die Ausstellung könnte mit dem wissenschaftlichen Ansatz etwas zu verkopft sein". Das sei aber wohl nicht der Fall. "Manche bemängeln allerdings die Dunkelheit in der Ausstellung. Dazu gab es leider keine Alternative, da uns die Leihgeber verpflichtet haben, die Werke bei einer Lichtstärke von maximal 50 Lux zu zeigen", erläutert Eser.

Überrascht hat die Aussteller die Internationalität des Publikums, die Leute kämen aus vielen europäischen Ländern oder noch weiter her. "Wir haben hier einen Eintrag eines israelischen Besuchers, der uns darin mitteilt, dass er extra wegen der Ausstellung nach Deutschland gekommen sei". Sein Urteil im Gästebuch: "Es hat sich gelohnt." dpa