München
Prozess

Millionärsgattin sticht am Oktoberfest auf Mann ein - Staatsanwalt fordert fünf Jahre Haft

Auf dem Oktoberfest hat eine Millionärsgattin auf einen Mann eingestochen. Am Mittwoch werden die Plädoyers gesprochen.
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Symbolbild: Ferdinand Merzbach
Symbolbild: Ferdinand Merzbach
Die Freundin eines Hamburger Multi-Millionärs soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft wegen lebensgefährlicher Messerstiche auf dem Oktoberfest für fünf Jahre ins Gefängnis. Das forderte die Staatsanwältin am Mittwoch vor dem Landgericht München. Sie ging in ihrem Plädoyer von versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung aus; die Anklage hatte noch auf versuchten Mord gelautet. Die Verteidigung sollte erst am Nachmittag plädieren.

Die Angeklagte verfolgte die Plädoyers unter Tränen. Sie hatte zum Prozessauftakt zugegeben, auf einen Wiesngast eingestochen zu haben, der zuvor ihren Bekannten, den früheren Fußball-Nationalspieler Patrick Owomoyela, heftig rassistisch beleidigt hatte. Der Mann musste notoperiert werden, ihm wurde die Milz entfernt. Die Angeklagte berief sich in der Verhandlung auf Notwehr.
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