Hartz IV dürfe nicht zum Lebensstil werden, fügte sie hinzu. "Die Gesellschaft kann sich das Motto, 'wer arbeitet ist doof' nicht gefallen lassen."

Zwar könnten Leistungen gekürzt werden, wenn ein angebotener Arbeitsplatz abgelehnt werde, sagte die CSU-Politikerin. "Wer aber den Arbeitsplatz annimmt und nach zwei Wochen wieder ausgestellt wird, weil er unpünktlich und mit ihm nichts anzufangen ist, kann nicht mit Sanktionen belegt werden", kritisierte sie. Hier müsse Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) "das Portfolio der Maßnahmen" für die Arbeitsagenturen erweitern.

Die bisherigen Instrumente der Arbeitsmarktpolitik reichen laut Haderthauer nicht aus, um Langzeitarbeitslose zurück in Arbeit zu bringen. Notwendig sei unter anderem eine Betreuung, die über die Vermittlung eines Jobs hinausgehe und soziale Begleitung anbiete. Dabei müsse "Lebenskompetenz" vermittelt werden, etwa im Umgang mit Haushaltsgeld. epd