Iggensbach

Elch läuft im Kreis Deggendorf auf die Autobahn

Elche auf der Autobahn gibt es nicht nur in Schweden: Auf der A 3 bei Iggensbach (Landkreis Deggendorf) ist ein Tier am Sonntag kurz vor Mitternacht von einem Auto gerammt worden. Das Tier starb.
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Foto: Patrick Pleul dpa/lby
Foto: Patrick Pleul dpa/lby
Der Elch überlebte den Unfall nicht, der 44-jährige Fahrer des Wagens und seine drei Begleiter blieben dagegen unverletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Der Wagen wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt und musste abgeschleppt werden. Der Kadaver des Tieres wurde mit einem Kranwagen geborgen.

Wie das Tier auf die Autobahn kam, sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. In Bayern gebe es durchaus Elche in der freien Natur - aus einem Wildpark ausgebüxt sei er jedenfalls nicht.

Vor zwei Wochen war ein wilder Elchbulle erstmals im Nationalpark Bayerischer Wald fotografiert worden. Das junge Tier war in eine selbstauslösende Fotofalle getappt, die von Rangern aufgestellt worden war. Zuvor gab es nur Hinweise von Parkbesuchern, die die scheuen Tiere gesehen haben wollen, aber kein Elch-Beweisfoto.

Der Wildtierexperte des Nationalparks, Marco Heurich, vermutete, dass das Tier aus Tschechien gekommen war. Südlich des Moldau-Stausees lebt eine kleine Elchpopulation, die auf etwa 15 bis 20 Tiere geschätzt wird. Der Bulle war wohl auf der Suche nach einem Weibchen über die Grenze gewandert.

Nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg wandern seit Jahren immer häufiger Elche aus Polen und Tschechien über die Grenze nach Deutschland. Allein in Polen gibt es demnach rund 4000 Tiere.
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