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München
Mobbing

Bayerische SPD mit Vorstoß gegen Mobbing

Die Sozialdemokraten möchten ihr Engagement gegen Mobbing ausweiten - vor allem im Internet. Die Dunkelziffer an Opfern sei enorm.
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Schon in der Grundschule werden Kinder mit "Mobbing" konfrontiert. Bereits in jungen Jahren entsteht Druck. Symbolfoto: Michael Gründel
Schon in der Grundschule werden Kinder mit "Mobbing" konfrontiert. Bereits in jungen Jahren entsteht Druck. Symbolfoto: Michael Gründel
Mobbing im Internet sorgt bei den Lehrern in Bayern für große Sorgenfalten. Das sei eine "ganz neue Ebene des Mobbing", die sich für die Lehrer kaum noch entschlüsseln lasse, sagt Simone Fleischmann, Vorsitzende des Lehrerverbands "BLLV".


Bereits Leistungsdruck in der 3. und 4. Klasse

Fleischmann spricht unter anderem von einer schnellen Verrohung der Sprache sowie einem steten Wechsel zwischen den Rollen des Täters und des Opfers. Eine besonders kritische Phase seien zudem die dritte und vierte Jahrgangsstufe - der Leistungsdruck vor dem Sprung auf das Gymnasium führe hier oft zu Problemen.

Die SPD in Bayern will das Thema Mobbing an Schulen auf die politische Tagesordnung heben und stellt daher am Montag (12 Uhr) im Landtag ein Präventionsprogramm vor. "Mobbing ist ein großes Problem für viele Schülerinnen und Schüler. Die bei den bayerischen Schulberatungsstellen offiziell gemeldeten 1000 Fälle sind nur die Spitze des Eisbergs", sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Margit Wild. Das Präventionsprogramm will die SPD als Antrag in den bayerischen Landtag einbringen.
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