"Es ist eine Chance, mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten und auch zu zeigen, wie heute Nutztierhaltung funktioniert", sagte Aigner. Daher sei es positiv, dass der Bauernverband offensiv mit dem Thema umgehe und einen Kodex für verantwortliche Nutztierhaltung erarbeiten wolle. Insgesamt habe sich bereits sehr viel zum Guten gewendet. Tage der offenen Hoftüren schafften zum Beispiel die Möglichkeit, dass sich Verbraucher selbst ein Bild machen könnten.

Großes Potenzial für die Bauern liege in der Direktvermarktung und regionalen Vertriebskonzepten. "Das ist noch nicht annähernd ausgeschöpft." Das Vor-Ort-Geschäft biete auch die Chance, in direkten Kontakt zu den Verbrauchern zu treten.

Die Ministerin sagte den Bauern Unterstützung zu, den Verlust von immer mehr Anbauflächen einzudämmen. "Wenn wir produzieren wollen, brauchen wir auch die Flächen." Dazu sollten Vorgaben zu Naturschutz- Ausgleichsflächen neu geregelt werden, wenn Äcker oder Wiesen bebaut werden. Bei der Energiewende gehe es um eine "ordentliche Entschädigung", wenn neue Stromtrassen über landwirtschaftliche Grundstücke gebaut werden sollen. dpa