In Gedenken: Am heutigen Mittwoch (27. Januar 2021) ist es genau 76 Jahre her, dass in Auschwitz-Birkenau das größte Konzentrationslager in Deutschland befreit wurde. Auf dieses historische Ereignis wird am Holocaust-Gedenktag zurückgeblickt. 

1,1 Millionen Menschen wurden in diesem Lager ermordet. Ein Ende fand das Grauen, als sowjetische Truppen die Menschen dort am 27. Januar 1945 befreiten, wie die Bundesregierung auf ihrer Website schildert. 

27. Januar: Holocaust-Gedenktag

"Ausgangspunkt für den menschenverachtenden Naziterror, die Morde und die Todeslager waren Hass, Vorurteile, Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus. Auschwitz mahnt uns alle, dass Frieden, Freiheit, Sicherheit und Demokratie Tag für Tag verteidigt werden müssen", erklärt Bayerns Justizminister Georg Eisenreich in einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz. 

Dass leider noch immer Antisemitismus existiere, zeige sich auch deutlich in Zeiten der Corona-Pandemie. Verstärkt komme es zu antisemitischen Vorfällen und Straftaten, heißt es seitens des Ministeriums

"Ein Teil der Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker verhöhnt in unerträglicher Weise, etwa mit gelben Impf-Sternen, die Opfer des Nationalsozialismus. Die Verbreitung antisemitischer Verschwörungstheorien und die Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen bilden den Nährboden für Straftaten", fügt Eisenreich an. 

Antisemitismus nimmt während der Corona-Pandemie zu

Mit der Netz-Kampagne #WeRemember ("wir erinnern uns") macht der Jüdische Weltkongress (WJC) auf den Holocaust-Gedenktag aufmerksam, wie auf dessen Website berichtet wird. Menschen auf der ganzen Welt sind dazu aufgerufen, ein Foto von sich mit dem Hashtag #WeRemember online zu stellen. Etliche Prominente, Schauspieler oder Politiker unterstützen die Kampagne gegen Antisemitismus, wie beispielsweise auch die SPD-Politikerin Manuela Schwesig.

"Wir tragen in Deutschland eine besondere historische Verantwortung. Aus dieser Überzeugung führen wir den Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus entschlossen und konsequent mit einem Bündel an Maßnahmen", erklärt Justizminister Georg Eisenreich. In Bayern gibt es keinen Platz für Antisemitismus.