München
Verkehrsopfer

Bayern: Zahl der Toten an Bahnübergängen gestiegen

An Bayerns Bahnübergängen sind 2018 so viele Menschen gestorben wie in den vergangenen zehn Jahren nicht. Meist wurde die Vorfahrt der Züge missachtet.
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Die Zahl der Toten an Bahnübergängen ist 2018 gestiegen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa
Die Zahl der Toten an Bahnübergängen ist 2018 gestiegen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Mehr Tote an Bahnübergängen in Bayern: 2018 sind zwölf Menschen an bayerischen Bahnübergängen gestorben. Mehr als in den vergangenen zehn Jahren. Der Grund für die Unfälle war dabei meistens, dass Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt der Züge an den Gleisquerungen missachteten. Dies teilte das bayerische Innenministerium am Dienstag (9. Juli 2019) auf Anfrage mit. 2009 waren sechs Menschen an Bahnübergängen gestorben. Die Zahl der Unfälle schwankt im Zeitraum 2009 bis 2018 von 41 und 61, die Zahl der Verletzten von 25 bis 83.

Fehlende Schranken sind häufig der Grund

Von den 55 Unfällen an Bahnübergängen in 2018 hatten die Schienenquerungen in 44 Fällen keine Schranken, zehnmal waren Schranken vorhanden und in einem Fall war die Absperranlage defekt. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, gab es Ende 2017 rund 3130 Bahnübergänge in Bayern, davon 1631 ohne Schranken.

Tödlicher Unfall mit Quad

Der jüngste Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang ereignete sich am Wochenende im oberbayerischen Kochel am See. Dort wurde am Sonntag ein Großvater mit seinem zweijährigen Enkel auf einem Quad von einem Zug erfasst.