Wie viele Besucher insgesamt auf die 65. Frankfurter Buchmesse kamen, war am Nachmittag noch nicht bekannt. 3500 Teilnehmer aus 72 Ländern haben laut Messe an den vier großen Fachkonferenzen teilgenommen; es seien 17 Prozent mehr ausländische Journalisten gekommen als im Vorjahr, sagte Sprecherin Katja Böhne.

Die deutsche Buchbranche geht nach Ende der Messe mit Zuversicht in den umsatzträchtigen Herbst hinein: Namhafte Publikumsverlage zogen kurz vor Abschluss ein positives Messe-Fazit. Alle zeigten sich mit der Resonanz zufrieden, auch wenn es insgesamt kein ganz großes übergreifendes Thema gegeben habe. Einen großen Renner wie die "Shades of Grey"-Trilogie habe es in diesem Jahr nicht gegeben.

Für den Ehrengast Brasilien hat sich der mehr als sechs Millionen Euro teure Auftritt ausgezahlt - das Land ist zum Exporteur von Buchlizenzen geworden.
Innerhalb von drei Jahren seien deren Erlöse um fast 150 Prozent gestiegen, sagten die Brasilianer in ihrer Messe-Bilanz. Der Streit mit dem bekanntesten Autor des Landes scheint beigelegt: Paulo Coelho, der in diesem Jahr schmollend abgesagt hatte, wolle im kommenden Jahr sein Land auf der weltgrößten Bücherschau vertreten, kündigte Buchmessen-Chef Juergen Boos an. dpa