Das teilte das Schweizer Bundesamt für Migration mit. Zum Vergleich: in Deutschland ist der Ausländeranteil mit 9 Prozent deutlich geringer. Die Schweizer hatten sich erst kürzlich in einer Volksabstimmung für eine Begrenzung der Zuwanderung ausgesprochen.

Zwei Drittel der Ausländer in der Schweiz stammen aus den 27 EU-Staaten sowie den EFTA-Ländern Norwegen, Island und Liechtenstein. Ihr Anteil wuchs überdurchschnittlich um 4,5 Prozent auf etwa 1,25 Millionen. Die größte Ausländergruppe bilden nach wie vor die Italiener (301 254), erneut gefolgt von den Deutschen (293 156) sowie Portugiesen (253 769), Franzosen (110 190) und Kosovaren (95 140).

Die Schweizer hatten am 9. Februar mit der knappen Mehrheit von 50,3 Prozent eine Volksinitiative gegen «Masseneinwanderung» angenommenen. Sie sieht eine allgemeine Begrenzung der Zuwanderung durch Kontingente vor, die erst noch festgelegt werden müssen. Betroffen sind vor allem Bürger der EU/EFTA-Staaten. Für sie galt bislang volle Personenfreizügigkeit, während die Zuwanderung für Bürger anderer Staaten seit langem nur eingeschränkt möglich ist.