Russlands Präsident Wladimir Putin inszenierte sich jahrelang als starken Mann. Ob beim Reiten oder Angeln, gerne zeigte sich Putin dabei oberkörperfrei. Volksnah und männlich, so wollte Putin gesehen werden. Auch heute spielen Bilder von Putin wieder eine große Rolle -wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen: Wie schwach, wie krank ist Putin wirklich?

Spekulationen über Putins Gesundheitszustand gibt es schon länger. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind sie nochmals präsenter geworden. Hat Putin Krebs? Leidet er unter einer psychischen Erkrankung? Oder quält ihn doch Parkinson?

Putin an Parkinson erkrankt? Video befeuert Spekulationen

Gerade letztere Diagnose wird nun durch ein Bild beziehungsweise ein Video befeuert. In diesem tauscht sich Putin mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu aus. Mehr noch als das Gesagte steht jedoch Putins Haltung im Fokus. Der 1952 geborene Kreml-Chef sitzt dabei scheinbar verkrampft in seinem Stuhl, hält sich mit der rechten Hand an der Tischplatte fest. Sein Gesicht ist stark aufgedunsen, sein Hals kaum sichtbar.

Verschiedene Medien interpretieren dies als Hinweis auf eine Parkinson-Erkrankung. Auch ein Video zu einem Treffen Putins mit dem weißrussischen Diktator Alexander Lukaschenko wird dabei gerne erwähnt. Darin ist zu sehen, wie Putin seine rechte Hand eigenartig und scheinbar unwillentlich bewegt, bevor er Lukaschenko begrüßt. Besonders britische Medien vertreten die These, Putin sei schwer krank. Zuletzt behauptete die Daily Mail, eine Krebs-Operation Putins stehe unmittelbar bevor.

Der Kreml gibt dazu naturgemäß keine Informationen heraus. Stattdessen wird jegliche Spekulation um Putins Gesundheitszustand unterbunden. Da es keine zuverlässigen Informationen um Putins Gesundheit gibt, hat Focus Online Experten zu dem Bildmaterial befragt. Einen Tremor, also eine unwillkürliche Bewegung, die für Parkinson typisch ist, wollen die Experten in dem Video, aus dem das umstrittene Foto stammt, nicht erkannt haben.

Fettablagerungen: Darauf deuten sie hin

Auch sonst gebe es keine Hinweise auf eine Parkinson-Erkrankung Putins. Spekuliert wurde vielmehr über eine anerzogene Bewegungsstörung, da Putins ungewöhnliche Armhaltung auch bei anderen hochrangigen Militärs festgestellt wurde. Die Fettablagerungen im Gesicht und am Hals, könnten hingegen laut der von Focus zitierten Experten tatsächlich Hinweis auf eine medikamentöse Behandlung Putins sein. Demnach passen Putins Äußeres zu einer Schmerztherapie mithilfe von steroidhaltigen Medikamenten.

Mehr zum Thema: