Auf Madagaskar sind nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) im Süden der Insel mehr als eine Million Menschen von der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren betroffen.

Zahlreiche Kinder seien chronisch unterernährt und müssten ärztlich behandelt werden, berichtete die Organisation am Freitag in Genf. In dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas drohe sich die Lage noch zu verschärfen. Das Welternährungsprogramm rief deshalb zu Spenden auf.

Als Auslöser der Hungersnot nannte das WFP unter anderem mehrere Dürrejahre in Folge und Sandstürme, die viele Felder unbestellbar gemacht hätten. Auch in diesem Jahr habe es bislang wenig geregnet. Die Regierung erwarte im Süden nur 40 Prozent der durchschnittlichen Ernte der vergangenen fünf Jahre. Madagaskar war einst französische Kolonie. Er ist 1,6 Mal so groß wie Deutschland und hat etwa 28 Millionen Einwohner.

© dpa-infocom, dpa:210507-99-505725/3