Bei einer Kreuzwegprozession an der Copacabana rief der Pontifex die Pilger auf, mit dem christlichen Kreuz den Übeln und dem Leiden der heutigen Zeit zu begegnen.

In einer Messe am Samstagmorgen verlangte er von seiner Kirche den Mut, «gegen den Strom zu schwimmen» in einer Zeit, die von modernen Dogmen wie Effizienz und Pragmatismus geprägt sei.

In seiner Predigt in der Kathedrale von Rio appellierte Franziskus an Bischöfe, Priester, Ordensleute und Seminaristen, «fast obsessiv» Diener der Gemeinschaft und einer Kultur der Begegnung zu sein und sich damit gegen Aussonderung zu stemmen. Alle sollten missionarische Jünger Jesu sein: «Wir können nicht eingeschlossen bleiben in der Pfarrei, in unseren Gemeinschaften, wenn so viele Menschen auf das Evangelium warten.» Anfangen müsse man an der Peripherie, bei denen, die am weitesten entfernt seien. In den Armensiedlungen solle man so Christus suchen und ihm dienen.