Die Entscheidung fiel nach einem Bericht der Zeitung «Luxemburger Wort» am Donnerstagabend bei einem außerordentlichen «Nationalkongress» der CSV im luxemburgischen Hesperingen. Der dienstälteste Regierungschef in der EU sagte dort, er sei kein Märtyrer.

Zuvor hatte sich der 58-jährige Juncker mit Großherzog Henri beraten. Dieser will sich nach eigenen Angaben zunächst Zeit nehmen für die Entscheidung über eine Neuwahl und einen möglichen Termin und dazu auch Gespräche führen. Als Zeitpunkt einer Neuwahl ist der 20. Oktober im Gespräch. Junckers sozialdemokratischer Koalitionspartner hatte ihm die Unterstützung verweigert - wegen einer Affäre um illegale Abhöraktionen des Luxemburger Geheimdienstes.