Der Verfassungsentwurf beinhaltet mehr Rechte für die Bürger, privilegiert aber auch das ohnehin mächtige Militär, wie Menschenrechtsaktivisten und Experten kritisieren. Zusammenstöße und Gewaltakte am Rande mit insgesamt elf Toten überschatteten das Votum, beeinflussten aber die Stimmabgabe am ersten Tag nicht. Die Zustimmung einer klaren Mehrheit gilt als gesichert.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte ein Ende der Gewalt. Er verfolge den Prozess der Abstimmung über eine neue Verfassung sehr genau, sagte Ban am Dienstag laut einer von den Vereinten Nationen verbreiteten Mitteilung. Er rief alle Beteiligten auf, ihre Meinungsverschiedenheiten gewaltlos auszutragen und sicherzustellen, dass die kommende Übergangsphase transparent und friedlich ablaufe. Versammlungs- und Meinungsfreiheit müssten geachtet werden.