Die USA wollen zwei Algerier aus dem umstrittenen Lager in ihr Heimatland abschieben. Welches Schicksal die beiden Männer in dem nordafrikanischen Staat erwartet, bleibt unklar. Die Bedingungen der Abschiebung würden aus Sicherheitsgründen nicht näher erläutert, sagte ein Pentagon-Sprecher der dpa. Die diplomatischen Gespräche in der Sache seien «sehr heikel».

Wie das Weiße Haus mitteilte, soll mit dem Schritt die Schließung des Lagers vorangetrieben werden. Dafür suche US-Präsident Barack Obama auch die Unterstützung des Kongresses. Nach der Entlassung der beiden Algerier verbleiben demnach 164 Häftlinge auf dem Marinestützpunkt auf Kuba.

Mehrere Behörden hätten sehr genau geprüft, ob die beiden Algerier in ihre Heimat zurückkehren könnten, sagte Pentagon-Sprecher George Little. Verteidigungsminister Chuck Hagel habe die Abschiebung in die Wege geleitet. Dies bringe die USA dem Ziel näher, Guantánamo Bay zu schließen, sagte Little laut einer Mitteilung. Anfang der Woche war bekanntgeworden, dass für 71 Guantánamo-Häftlinge eine Freilassung auf Bewährung geprüft werden soll.