Vor den nächsten Vorwahlen am kommenden Dienstag in den Staaten Wisconsin und Maryland sowie in der Hauptstadt Washington konnte sich der 65-Jährige in Umfragen absetzen, wie der TV-Sender MSNBC berichtete. Zudem sicherte er sich die Unterstützung führender Parteifreunde: George Bush senior, Präsident von 1989 bis 1993, sprach sich ebenso für ihn aus wie der Senator aus Florida, Marco Rubio. Auch der hochrangige Abgeordnete Paul Ryan stärkte Romney am Freitag den Rücken.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich eine zunehmende Zahl der Republikaner für den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts ausgesprochen, obwohl das Vorwahlrennen formal längst noch nicht entschieden ist. Die meisten begründeten ihre Wahl damit, dass sie Romney unter den vier Bewerbern für den chancenreichsten Gegenkandidaten des demokratischen Amtsinhabers Barack Obama halten.

Die jüngsten Entwicklungen sind weitere Rückschläge für Romneys ärgsten Widersacher Rick Santorum. Der ultrakonservative Ex-Senator steht unter Druck, weil er bislang deutlich weniger Delegierte für den Nominierungsparteitag im August gesammelt hat. Dort wird der Herausforderer von Obama letztlich gekürt. «Die republikanischen Vorwahlen sind vorbei», meinte Rubio am Donnerstag in Washington sogar.

Mit im Rennen ist auch noch Newt Gingrich, der seinen Wahlkampf in den vergangenen Tagen aber aus Geldknappheit deutlich heruntergeschraubt hat. US-Medien berichteten, er hoffe, trotz mangelnder Delegiertenstimmen beim Parteitag eine Kampfabstimmung erzwingen zu können. Der vierte Bewerber, Ron Paul, spielte bei den bisherigen Vorwahlen trotz enthusiastischer Anhänger keine wichtige Rolle - er macht aber bislang keine Anstalten, aufzugeben.