Wie die 5. Flotte der US-Armee in der bahrainischen Hauptstadt Manama mitteilte, rettete die «USCGC Monomoy» in der Nacht zuvor im Persischen Golf sechs Iraner aus Seenot.

Das iranische Handelsschiff «Ya-Hussayn» habe mit Leuchtsignalen auf seine bedrohliche Lage aufmerksam gemacht, hieß es. Der Maschinenraum sei überflutet und das Schiff nicht mehr seetüchtig, teilte der iranische Kapitän mit. Die US-Besatzung sei den Iranern sofort zu Hilfe geeilt und habe die sechs Besatzungsmitglieder der «Ya-Hussayn» an Bord des Patrouillenbootes genommen, teilte ein Marinesprecher mit.

Auf der «Monomoy» seien die Iraner mit Wasser, Decken und Essen versorgt worden, ein Mann sei verletzt gewesen und medizinisch behandelt worden. Dann sei der Kontakt mit den für die Rettungskoordination zuständigen iranischen Stellen hergestellt und der Transfer der verunglückten Seeleute zur Küste organisiert worden. Der Kapitän der «Ya-Hussayn» dankte den Amerikanern. «Ohne Ihre Hilfe wären wir jetzt tot», sagte er.

Erst am Donnerstag hatte die «USS Kid» in der Nähe der Straße von Hormus die Crew des iranischen Schiffes «Al Molai» befreit. Das Fangschiff war im November von Piraten gekapert worden. Der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast sprach von einer «humanitären Tat der US-Marine». Ansonsten sind die Beziehungen zwischen Teheran und Washington alles andere als harmonisch - die Lage ist wegen des umstrittenen iranischen Atomprogrammes mehr als angespannt.