China hatte am 23. November das strittige Seegebiet zur Luftverteidigungszone erklärt. Ausländische Flugzeuge sollen ihre Flüge anmelden, sich zu erkennen geben und eventuellen Anweisungen der chinesischen Luftwaffe folgen. Ansonsten drohen ihnen militärische Gegenmaßnahmen.

Japan, Südkorea und die USA haben die Zone scharf kritisiert. Ihre Militärflugzeuge ignorierten die Vorschriften, wurden aber am Freitag von chinesischen Kampfjets verfolgt. Chinas Staatsmedien beharren auf einer harten Haltung Pekings. China dürfe sich nicht von den USA, Europa oder Japan einschüchtern lassen, schrieb die Zeitung «Global Times», die vom Parteiorgan «Volkszeitung» herausgegeben wird.

Japan schaltete die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) ein. Bei einem ICAO-Treffen in Kanada schlug Tokio vor, dass sich die UN-Organisation mit dem Fall befasst. Chinas Vorgehen könne die Sicherheit der Zivilluftfahrt gefährden. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, die USA, Australien und Großbritannien hätten den Vorschlag unterstützt. China habe sich scharf dagegen ausgesprochen.