«Eine Welt, die sich nur über Handel und Wettbewerb gegenseitig und gegeneinander definiert, hat wenig Chancen, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen», sagte der Chef des UN-Umweltprogramms (UNEP), Achim Steiner, der Deutschen Presse-Agentur in Rio de Janeiro.

«Wenn wir nicht glaubwürdig darstellen können, dass hier (in Rio) konkrete Schritte mit ins Leben gerufen wurden, dann wird es sicher schwierig werden, einen Erfolg zu definieren», sagte Steiner. Zu dem Gipfel werden vom 20. bis 22. Juni mehr als 100 Staats- und Regierungschefs in Rio de Janeiro erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte ihre Teilnahme ab.

«Ich bedauere jede Entscheidung eines Regierungschefs, eines Premierministers, einer Kanzlerin nicht an diesem Gipfel teilzunehmen», sagte Steiner. Gerade eine Stimme wie die Deutschlands profitiere davon, wenn sie auch auf der Ebene einer Bundeskanzlerin vertreten werde. «Aber ich möchte feststellen, die Bundeskanzlerin hat sich in den letzten zwei, drei Jahren mehr als viele andere Regierungs- und Staatschefs für eine ambitionierte Agenda für Rio 2012 eingesetzt.» Ein mangelndes Interesse an diesem Gipfel könne aus der Absage nicht abgeleitet werden.