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Braunau am Inn
Umgestaltung

Umbaupläne: Das passiert mit Hitlers Geburtshaus

Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn soll umgebaut werden. Für die Maßnahme startet der Staat einen Architektenwettbewerb.
 

Anfang des Jahres 2017 hat der österreichische Staat die ehemalige Besitzerin des Geburtshauses von Adolf Hitler enteignet. Seitdem ist das Gebäude Eigentum der Republik Österreich. Jetzt hat das österreichische Innenministerium seine Pläne für die Zukunft des Hitlerhauses mitgeteilt.

Geburtshaus von Adolf Hitler wird zur Polizeistation

Die österreichische Regierung hat beschlossen, dass das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau in das Gebäude einziehen sollen. Für die Umgestaltung des leerstehenden Gebäudes soll noch im laufenden Monat ein EU-weiter Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Das Ergebnis des Wettbewerbs soll im ersten Halbjahr 2020 feststehen. Anschließend werde mit dem Umbau begonnen.

"Durch die zukünftige Nutzung des Hauses durch die Polizei soll ein unmissverständliches Zeichen dafür gesetzt werden, dass dieses Gebäude für immer einer Erinnerung an den Nationalsozialismus entzogen ist", erklärte Innenminister Wolfgang Peschorn.

Hitlerhaus kostet den Staat viel Geld

Das Haus, in dem Hitler geboren wurde und für wenige Monate lebte, steht seit 2011 leer. Um zu verhindern, dass das Gebäude zu einer Pilgerstätte für Neonazis wird, wurde die damalige Besitzerin enteignet. Ihr wurde allerdings eine Entschädigung zugesprochen. Bisher zahlte ihr die österreichische Regierung 812.000 Euro, die zu zahlende Summe liegt laut dem Spiegel sogar bei rund 1,5 Millionen Euro.