Einige seit Donnerstag internierte Politiker wurden hingegen freigelassen, darunter Oppositionsführer Abhisit Vejjajiva. Im Gewahrsam blieben die Protestanführer - von Seiten der Regierungsgegner Suthep Thaugsuban, bei den Regierungsanhängern, den Rothemden, Jatuporn Prompan.

Vor Vertretern des Militärs sagte Prayuth, er sei dazu gezwungen gewesen, die Macht zu übernehmen, da die Politiker ihre Differenzen nicht hätten beilegen können. Es habe keinen anderen Weg gegeben, sagte er bei der Zusammenkunft, die von einer vom Militär kontrollierten TV-Station übertragen wurde. Anderen Sendern wurde es derweil wieder erlaubt, auf Sendung zu gehen - jedoch nur unter Auflagen.

Die Hintergründe des Putsches wollte Prayuth am Freitag ausländischen Botschaftern erläutern, doch die meisten gaben dem 60-Jährigen einen Korb. «Ich werde nicht teilnehmen!», twitterte etwa der deutsche Botschafter Rolf Schulze. Auch andere Botschafter wollten sich allenfalls durch Diplomaten vertreten lassen.