Damit solle die «Kampfbereitschaft der Armee» getestet werden. Unterdessen berichteten Oppositionelle, mindestens elf Menschen seien am Sonntag bei den Auseinandersetzungen in Syrien ums Leben gekommen, darunter ein Rebellenkämpfer. In der kommenden Woche wollen sich die Vereinten Nationen erneut mit dem Blutvergießen in Syrien beschäftigen.

Nach Angaben der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter starben sechs Zivilisten im Kugelhagel, als Regierungstruppen in der Unruheprovinz Hama wahllos um sich schossen. Drei weitere - darunter zwei Kinder - wurden den Angaben zufolge Opfer von Granatenangriffen in der Stadt Deir al-Sur im Osten des Landes. In einem Vorort von Damaskus wurde zudem eine Frau erschossen. In der südlichen Provinz Daraa starb ein Rebellenkämpfer bei einem Schusswechsel mit Regierungstruppen, wie die in London ansässige Organisation weiter berichtete.

Von Mittwoch an wird sich der Weltsicherheitsrat in New York erneut mit der Syrienfrage beschäftigen. Dabei geht es vorrangig um einen Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, in dem dieser vorschlägt, den Umfang der UN-Beobachter-Mission in Syrien zu reduzieren. Die Beobachter sind seit April in Syrien, um die einst ausgehandelte Waffenruhe zu überwachen. Sie hatten ihre Kontrollfahrten jedoch im Juni wegen der zunehmenden Gewalt aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt. Ban schlägt nun vor, eine kleinere Gruppe von Beobachtern solle versuchen, den politischen Dialog in Syrien wieder ins Rollen zu bringen.