Das teilte die Behörde am Freitagabend in Brüssel mit. So werden Gehälter und Pensionen für zwei Jahre eingefroren. Die Wochenarbeitszeit steigt von 37,5 auf 40 Stunden, das Pensionsalter von 63 auf 65 Jahre beziehungsweise für Neueinsteiger auf 66 Jahre. Urlaubstage und Zulagen sinken.

Bis 2017 fallen 5 Prozent der Stellen weg, das sind insgesamt 2500 Jobs. Die Europäische Union beschäftigt etwa 48 000 Beamte, die meisten (38 000) in der Kommission. Zudem dünnen die Behörden die obersten Gehaltsgruppen aus und erhöhen die Solidaritätsabgabe. Der für Personal zuständige EU-Kommissar Maro? ?ef?ovi? sprach von einem «vernünftigen Kompromiss».

Die als üppig geltenden Gehälter der EU-Beamten sorgen immer wieder für politischen Streit. Wegen der Krise in Europa hatten die EU-Staaten - vor allem Deutschland und Großbritannien - von der Brüsseler Behörde drastische Einsparungen im neuen Finanzrahmen der EU bis 2020 verlangt. In dem monatelangen Konflikt traten die Beschäftigten immer wieder in den Streik.