• Robert-Koch-Institut erklärt Österreich zum Hochrisikogebiet
  • Strengere Corona-Regeln im gesamten Land – auch auf den Ski-Pisten
  • Ein- und Ausreise, Quarantäne, Impfnachweis: Alle wichtigen Informationen im Überblick

In den Winterferien zieht es deutsche Familien vermehrt nach Österreich. Das Nachbarland lockt mit seiner verschneiten Alpenlandschaft, den gezuckerten Ortschaften und zahlreichen Skipisten. Mittlerweile wurde das Land aber für deutsche Reisende als Hochrisikogebiet eingestuft. Das bedeutet neue Corona-Regeln für Urlauber und Skifreunde.

Corona: Österreich wird Hochrisikogebiet

Ende Dezember 2021 verlor Österreich seinen Status als Hochrisikogebiet. Seit der Neubeurteilung am 16. Januar 2022 gilt die Alpenrepublik erneut als risikoreiches Reiseziel. Damit reiht sich die Skination in eine Risikoliste mit fast 140 Ländern ein. Das Robert Koch-Institut erklärte am Sonntag neben Österreich mehr als 30 weitere Staaten zum Hochrisikogebiet.

Schuld am erneuten Risikostatus sind die steigenden Infektionszahlen seit dem Jahreswechsel aufgrund der Omikron-Variante. Zu Beginn 2022 zeigte das Land noch Inzidenzen von unter 200. Mittlerweile hat die Infektionsdynamik deutlich Tempo gewonnen. In kürzester Zeit schnellte die Zahl an Erkrankungen in die Höhe. Derzeit liegt die 7-Tage-Inzidenz für Österreich bei mehr als 1200 (Stand vom 18. Januar 2022).

Die Hochrisiko-Einstufung bringt neue Corona-Regeln mit sich. Urlauber müssen sich nun Gedanken über Ein- und Ausreise und die Quarantäne-Pflicht machen. Neben der Einschätzung des RKI hat auch das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen. Die österreichische Regierung verlangt von jeder einreisenden Person ein ausgefülltes Einreiseformular. Dort muss ein negatives Testergebnis, eines Impfzertifikats oder eines Genesungszertifikats von SARS-CoV-2 vorgelegt werden.

Urlaub in Österreich: Quarantäne nach Einreise – Impfstatus entscheidend

Bei der Einreise nach Österreich ist ab sofort der Impfstatus entscheidend. Geboosterte Menschen müssen sich beim Einreisen wenig Gedanken machen.

Wer hingegen keinen vollständigen Impfschutz nachweisen kann, der sollte beim Grenzübertritt einen PCR-Test (maximal 72 Stunden alt) in der Tasche haben. Geimpfte und Genesene ohne Auffrischungsimpfung müssen direkt nach der Einreise für zehn Tage in Quarantäne, können sich allerdings jederzeit durch einen negativen PCR-Nachweis freitesten.

Anders sieht es bei ungeimpften Personen aus: Wer weder genesen noch geimpft oder geboostert ist, wird ist nach der Einreise von einer sofortigen Quarantäne-Pflicht betroffen. Diese kann frühestens nach fünf Tagen durch einen PCR-Test beendet werden.

Corona-Regeln in Österreich: Das gilt für Kinder, Jugendliche und Pendler

In Deutschland hat die Ständige Impfkommission (Stiko) mittlerweile die Booster-Impfung auch für Jugendliche ab 12 Jahren empfohlen. In Österreich empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit die Schutzimpfung bereits für Kinder ab fünf Jahren.

Damit verändern sich auch die Einreisebestimmungen für Kinder und Jugendliche. Für Einreisende ab 12 Jahren gelten die allgemeinen Einreiseregeln mit Booster, PCR-Test und Quarantäne.

Für regelmäßige Pendlerinnen und Pendler bleibt es bei der gewohnten 3G-Regel. Die Durchreise durch das Land ohne Zwischenstopp ist weiterhin ohne Einschränkungen möglich.

Österreich: Diese Corona-Regeln gelten auf den Skipisten im Hochrisikogebiet

Der Status als Hochrisikogebiet verändert auch die Corona-Regeln für Gastronomie, Unterkünfte und die Maßnahmen auf den Skipisten. Folgende Änderungen gelten derzeit:

  • Unterkünfte: In Hotels, Pensionen und Co. gilt die 2G-Regel. Die Einrichtungen dürfen ausschließlich Geimpfte und Genesene aufnehmen.
  • Gastronomie: Alle gastronomischen Betriebe sind nur für genesene und geimpfte Personen nutzbar. Ab 22 Uhr gilt eine allgemeine Sperrstunde.
  • Einzelhandel: In Geschäften, die nicht zur Grundversorgung gehören, gilt die 2G-Pflicht. Supermärkte und Drogerien bleiben für jeden zugänglich.
  • Veranstaltungen: Auf Freizeitveranstaltungen gilt die 2G-Regel.
  • Skifahren: Die Benutzung von Seilbahnen und Skiliften ist ausschließlich Geimpften und Genesenen erlaubt.
  • Après-Ski: Après-Ski-Lokale bleiben generell geschlossen.
  • FFP2-Maskenpflicht: In öffentlichen Innenräumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in öffentlichen Bereichen, in denen der Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, gilt die FFP2-Maskenpflicht.
  • Ausgangsbeschränkungen: In Österreich gelten  Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Wer weder genesen noch geimpft oder geboostert ist, darf die eigene Wohnung oder Unterkunft nur mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu zählen notwendige Besorgungen des täglichen Lebens, körperliche Erholung im Freien und der Weg zum Arbeits- oder Ausbildungsplatz.

Die Maßnahmen können von Bundesland zu Bundesland variieren. Teilweise gelten in der österreichischen Gastronomie strengere Corona-Regeln.

Corona-Nachweis in Österreich: Das muss beachtet werden

Ein erholsamer Urlaub in Österreich ist ohne einen 2G-Nachweis kaum möglich. Noch vor kurzem hat  die Alpennation die Gültigkeit des Impfzertifikates verkürzt. Wer gilt also überhaupt als genesen oder geboostert?

Bestseller: Corona-Selbsttests bei Amazon ansehen

Um die 2G-Auflagen zu erfüllen, muss ein vollständiger Impfschutz (in der Regel zwei Impfungen, Ausnahme bei der Impfung mit dem Vakzin Johnson & Johnson) vorliegen, der höchstens 270 Tage alt ist. Die Booster-Impfung wird grundsätzlich ab dem Tag der Auffrischungsimpfung anerkannt und ist 270 Tage gültig.

Der Impfnachweis kann in Form eines digitalen EU-Zertifikates oder des gelben WHO-Impfpasses erbracht werden.

OP-Masken bei Amazon ansehen

Den Genesenen-Status erhält jede Person, die nach der Infektion eine Impfung erhalten hat. Dieser hält dann für 270 Tage. Die Ausweisung erfolgt über ein digitales EU-Zertifikat oder die ärztliche Bestätigung.

Reise-Rückkehr aus einem Hochrisikogebiet

Alle Reisenden müssen vor der Rückkehr eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Wer weder geimpft noch genesen ist, ist von der Quarantäne-Pflicht betroffen und muss sich nach seiner Rückkehr nach Deutschland für zehn Tage isolieren.

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn du auf einen dieser Links klickst bzw. darüber einkaufst, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für dich ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.