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Washington
Area 51

Area 51: Wird heute gestürmt? 2,1 Millionen Menschen wollen US-Armee-Stützpunkt überrennen

Seit Monaten kursiert eine Facebook-Veranstaltung im Netz, die zur Stürmung der "Area 51" aufruft, welche für Mythen über Aliens und Ufos bekannt ist. Über zwei Millionen Menschen haben bereits zugesagt. Doch was hat es mit der Veranstaltung wirklich auf sich?
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Ganze 2,1 Millionen Menschen haben der Stürmung der Area 51 zugesagt. Symbolfoto: Elias Sch./pixabay.com
Ganze 2,1 Millionen Menschen haben der Stürmung der Area 51 zugesagt. Symbolfoto: Elias Sch./pixabay.com

Heute ist es so weit. Über zwei Millionen Facebook-Nutzer warten seit Monaten auf diesen Tag: Die geplante Stürmung der Area 51 soll stattfinden. Es handelt sich hier um einen Luftwaffenstützpunkt der US-Luftwaffe in Nevada. Doch was ist der Sinn der Veranstaltung und wer kam überhaupt auf die Idee?

Verschwörungstheorien ranken sich um Area 51

Wenn man "Area 51" hört, denken viele an Aliens, abgestürzte Ufos und Verschwörungstheorien. Dazu beigetragen haben unter anderem Filme wie "Independence Day", in welchem die Erde von Aliens angegriffen wird und vorher abgestürzte Raumschiffe in der Area 51 gelagert und untersucht wurden. Eigentlich handelt es sich bei der Area 51 jedoch nur um einen Luftwaffenstützpunkt der US-Luftwaffe.

Facebook-Nutzer auf Suche nach Aliens

Die Facebook-Veranstaltung "Storm Area 51, They Can't Stop All of Us" (zu Deutsch: Stürmt Area 51, sie können uns nicht alle stoppen) ruft dazu auf, den Luftwaffenstützpunkt zu stürmen - gesucht werden Aliens und Raumschiffe. Erstellt wurde die Veranstaltung von drei Facebook-Seiten: "SmyleeKun", "The Hidden Sound" und "Shitposting cause im in shambles", welche eher für witzige Posts und Memes bekannt sind, als für Veranstaltungsplanung.

Ob den Usern bewusst war, dass ihre Veranstaltung derartige Wellen schlagen würde, ist anzuzweifeln. Es haben aktuell bereits über zwei Millionen Menschen zugesagt, selbst die US-Luftwaffe äußerte sich zu dem Event. Pressesprecherin Laura McAndrews bestätigte, dass die Luftwaffe über die Veranstaltung Bescheid wüsste.

Auf die Frage, wie Autoritäten reagieren würden, sollten tatsächlich Menschen versuchen den Luftwaffenstützpunkt zu stürmen, gibt sie keine Antwort. Im Gespräch mit der amerikanischen Zeitschrift The Washington Post äußert sie jedoch eine Warnung: "[Area 51] ist ein offener Trainingsbereich der US-Luftwaffe und wir raten jedem davon ab zu versuchen in das Gebiet zu kommen, in dem wir amerikanische, bewaffnete Kräfte trainieren".

Veranstaltung auf Facebook umbenannt- Alles nur ein Marketing-Gag?

Der Name der offiziellen Facebook-Veranstaltung hat sich nun von "Storm Area 51, They Can't Stop All of Us" zu "Official Alienstock Tour" geändert. Die Kurzbeschreibung des Events preist aktuell keine Stürmung der Area 51 mehr an, sondern eine Art Konzerttour der Veranstaltungsgründer. Die Nutzer werden dazu aufgerufen, an Partys und Konzerten teilzunehmen.

Ob heute wirklich über zwei Millionen Menschen die Area 51 stürmen werden oder es doch nur zu einem friedlichen Konzert kommt, wird sich zeigen. Ein ist aber sicher: Falls gestürmt wird, muss die US-Luftwaffe sich mit ihren, nach eigener Aussage, knapp 330.000 aktiven Soldaten auf einiges gefasst machen.