Update 15.11.2019: Zwei Schüler gestorben - Täter schoss sich selbt in den Kopf

Ein Schütze hat an einer Schule im kalifornischen Santa Clarita das Feuer eröffnet und zwei Schüler erschossen. Bei den Toten handelte es sich um eine 16-Jährige und einen 14-Jährigen, wie die Polizei in Santa Clarita nördlich von Los Angeles mitteilte. Eine 14-jährige und eine 15-jährige Schülerin sowie ein 14-jähriger Schüler der Saugus High School seien verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze - der am Donnerstag 16 Jahre alt geworden sei und ebenfalls die Saugus High School besucht habe - habe sich danach selbst mit der letzten Patrone in seiner Pistole in den Kopf geschossen. Er sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Behörden teilten mit, in dem betroffenen Schulbezirk blieben am Freitag alle Schulen geschlossen. Das geschehe aus Respekt vor den Opfern und deren Familien. Außerdem müsse Schülern und Schulmitarbeitern ermöglicht werden, die Geschehnisse zu verarbeiten.

Schüsse in Kalifornien: Schüler schießt an eigener High School

Ein Schütze hat an einer High School im kalifornischen Santa Clarita das Feuer eröffnet und mindestens einen Menschen getötet. Das Henry-Mayo-Krankenhaus in Santa Clarita nördlich von Los Angeles teilte am Donnerstag auf Twitter mit, eine Patientin sei gestorben. Zwei weitere Patienten schwebten nach dem Vorfall in der Saugus High School in Lebensgefahr. Die örtliche Feuerwehr teilte mit, insgesamt seien sechs Patienten in Krankenhäuser gebracht worden.

Der mutmaßliche Täter sei gefasst worden und werde ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt, teilte das Büro des Sheriffs in Santa Clarita mit. Weitere Einzelheiten zum Täter oder zu dessen Motiv waren zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte die Polizei nach dem mutmaßlichen Schützen gesucht.

Anwohner in der Umgebung der Saugus High School waren aufgerufen worden, ihre Türen abzuschließen und in ihren Häusern zu bleiben. Vorübergehend waren als Vorsichtsmaßnahme andere Schulen in der Umgebung abgeriegelt worden.

Proteste für schärfere Waffengesetze

In den USA kommt es immer wieder vor, dass in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten Menschen durch Schüsse getötet werden. So hatte etwa am 14. Februar 2018 an einer High School in Parkland (Florida) ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Der Schütze wurde festgenommen. Überlebende Schüler hatten nach dem Blutbad eine Protestaktion gegen Waffengewalt und für striktere Waffengesetze in den USA gestartet, die zu einer landesweiten Bewegung wurde.

In El Paso im US-Bundesstaat Texas ist derzeit ein Schütze wegen Mordes an 22 Menschen angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht dem 21-Jährigen die Todesstrafe. Der Texaner wird beschuldigt, Anfang August in einer Walmart-Filiale im texanischen El Paso an der Grenze zu Mexiko das Feuer eröffnet und 22 Menschen getötet zu haben. Ermittler behandeln die Bluttat als inländischen Terrorismus. Sie gehen davon aus, dass der Todesschütze bei seinem Angriff vor allem Mexikaner töten wollte. Wenige Stunden nach dem Massaker richtete ein weiterer Schütze in Dayton (Ohio) ein Blutbad an.

Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere - vor allem, weil die Republikaner von US-Präsident Donald Trump dagegen sind. Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch Trump ist gegen eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz, das in der US-Verfassung verankert ist.