Zwei Lawinen haben am Samstag (4. Dezember 2021) in Österreich drei Menschenleben gefordert und mehrere Skitourengänger verletzt. Drei Mitglieder einer elfköpfigen Gruppe wurden auf der Lackenspitze bei Tweng im Salzburger Lungau verschüttet und getötet, wie die Polizei mitteilte.

Die jungen Leute aus Österreich, alle unter 30 Jahre alt, dürften beim Aufstieg auf etwa 2400 Metern Höhe kurz unterhalb des Gipfels eine Lawine ausgelöst haben, hieß es.

Acht Menschen von Schneebrett mitgerissen

Dabei ging ein Schneebrett mit 200 Metern Breite und 500 Metern Länge ab und riss insgesamt acht Menschen mit. Die drei Verschütteten hätten teilweise viereinhalb Meter unter dem Schnee gelegen. Die anderen fünf wurden nicht verschüttet, aber teils verletzt. Zwei der drei Verschütteten seien tot geborgen worden, ein weiterer konnte zwar reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden, verstarb dort aber, wie die Polizei weiter mitteilte.

Auch in der Steiermark wurden am Samstag zwei österreichische Skitourengänger von einer Lawine mitgerissen. Ein 29-Jähriger sei am Sonntagskogel teilweise verschüttet worden. Er wurde geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Seine 27-jährige Begleiterin wurde zwar von der Lawine erfasst, konnte aber ihren Lawinenairbag auszulösen und wurde nicht verschüttet.

 

red/dpa