Widerstände gegen den Ex-Diplomaten ElBaradei, den Führer der säkularen Nationalen Rettungsfront, kamen aus den Reihen der salafistischen Nur-Partei (Partei des Lichts). «Es geht nicht an, die Macht des Ministerpräsidenten in die Hände eines Mannes zu legen, der nicht unsere Vision von der islamischen Scharia (Religionsgesetz) teilt», erklärte der Al-Nur-Vizevorsitzende Bassem al-Saraka am Sonntag im TV-Sender Al-Hajat.

Die ultra-konservative Nur-Partei war früher mit der Muslimbruderschaft verbündet, aus der Mursi stammt. Zuletzt schloss sie sich aber der Oppositionsallianz gegen den am Mittwoch vom Militär abgesetzten Präsidenten an.

ElBaradei warnte nach dem Umsturz vor einer Hexenjagd in Ägypten. «Niemand darf ohne triftigen Grund vor Gericht gestellt werden», forderte er in einem «Spiegel»-Interview. Mursi müsse mit Würde behandelt werden. «Das sind die Voraussetzungen für eine nationale Versöhnung.