Ausnahmezustand im Atomkraftwerk: Weil aus einem kaputten Rohr Dampf ausgetreten war, musste ein Reaktorblock im Süden Russlands ausgeschaltet werden. Das Werk liegt etwa 120 Kilometer von der Stadt Rostow am Don entfernt.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (21. Oktober 2021) bemerkten Mitarbeiter, dass Dampf aus einem der Rohre austrat, wie der Betreiber erklärt. Der betroffene Reaktorblock Nummer zwei musste daraufhin zur Wartung vom Netz genommen werden, weil die Arbeiten daran aufgrund der großen Hitze sonst nicht möglich gewesen wären.

Der Betreiber versichert jedoch, dass das defekte Rohr zu einem Teil des Systems gehöre, das kein radioaktives Wasser enthalte. Insgesamt vier unterschiedliche Blöcke gehören zum Atomkraftwerk, das seit 2001 betrieben wird. Derzeit muss auch einer der weiteren Blöcke gewartet werden, weshalb nur noch zwei davon aktiv sind.

Auch interessant: Ende 2022 soll die Ära der Atomkraft in Deutschland enden - aber was passiert mit den radioaktiven Abfällen?