Die EU wollte unter anderem klarstellen, dass ein Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU eine engere Zusammenarbeit Kiews mit Moskau nicht ausschließe.

Zwei Stunden vor dem Gipfel hatten zwei Aktivistinnen der Frauenrechtsgruppe Femen mit entblößtem Oberkörper im Eingangsbereich des EU-Ratsgebäudes gegen Putin protestiert. Sie bezeichneten Putin als «Mörder der Demokratie» und riefen ein ironisches «Viva Putin», weil der Präsident in der Ukraine so großen politischen Erfolg habe.

Der Gipfel sollte nur zweieinhalb Stunden dauern. Angesichts der vielen Meinungsunterschiede wolle man über «Art und Richtung der strategischen Partnerschaft zwischen EU und Russland» reden, sagten Diplomaten beider Seiten. Die EU will auch Menschenrechtsfragen ansprechen. Streit gibt es auch um die von der russischen Gazprom geplante Gaspipeline Southstream und um ein EU-Kartellverfahren gegen den mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen Energieversorger.