Es gebe Millionen Gründe zu protestieren, aber die Demonstrationen müssten friedlich bleiben, forderte Oppositionsführer Henrique Capriles. Der Regierung dürfe kein Vorwand für Repressionen geliefert werden. Begleitet wurde er von der Frau des inhaftierten Oppositionellen Leopoldo López, Lilian Tintori.

Bei den Protesten gegen die Linksregierung von Präsident Nicolás Maduro sind in den vergangenen Tagen zehn Menschen ums Leben gekommen, über 100 weitere wurden verletzt. Gestern starb eine Studentin an ihren Verletzungen, nachdem ihr Tage zuvor Militärpolizisten offenbar ins Gesicht geschossen hatten.

In der Hauptstadt Caracas kam zudem ein Mann ums Leben, als er auf einem Motorrad in einen über die Straße gespannten Metalldraht fuhr, wie Innenminister Miguel Rodríguez sagte. Demonstranten hätten den Draht gespannt. «Das ist eine verabscheuungswürdige Tat», sagte Rodríguez.