Er werde die Gelegenheit nutzen, «um die russische Seite zu fragen, warum geht es nicht voran mit der Umsetzung der Genfer Ergebnisse vom letzten Donnerstag», sagte der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, dem Sender SWR. «Das wird ein schwieriges Thema in unseren Gesprächen werden.»

Wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine wurde der «Petersburg Dialog» von üblicherweise zwei Tagen Dauer auf wenige Stunden zusammengestrichen. Die normalerweise gleichzeitig stattfindenden deutsch-russischen Regierungskonsultationen sagte Berlin ganz ab.

Der Vorsitzende des «Petersburger Dialogs», Lothar de Maizière, hob gleichwohl die Bedeutung des deutsch-russischen Gesprächsforums gerade in diesen spannungsgeladenen Zeiten hervor. «Wir lassen den Gesprächsfaden nicht abreißen», sagte er im ARD-«Morgenmagazin». Als Lösungsweg für die Ukraine schlug er einen föderalen Staat nach Vorbild der Bundesrepublik vor. «Ich glaube, dass es darauf hinauslaufen wird, dass die einzelnen Regionen hohe Eigenständigkeit kriegen und die Zentralregierung bestimmte zentrale Funktionen übernimmt.»