Perus inhaftierter Ex-Präsident Alberto Fujimori ist erneut im Krankenhaus. Der 83-Jährige habe nach einem Schwächeanfall dort stabilisiert werden können, teilte die Strafvollzugsbehörde des südamerikanischen Landes mit.

Der Ex-Präsident habe Herzrasen gehabt, teilte das Krankenhaus mit. Danach sei er zur Überwachung in eine Klinik in der Hauptstadt Lima verlegt worden. Fujimori hat in den vergangenen Monaten immer wieder unter Herz- und Atemproblemen gelitten.

Der Ex-Präsident (1990-2000) sitzt eine 25-jährige Haftstrafe wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen ab. In seiner Amtszeit von 1990 bis 2000 hatte Fujimori Sicherheitskräfte rigoros gegen linke und angeblich subversive Kräfte vorgehen lassen, das Parlament wurde entmachtet. Zudem wurden Zehntausende indigene Frauen zwangssterilisiert, um ihre Kinderzahl zu reduzieren.

Der 83-Jährige darf nach einer Gerichtsentscheidung von März auf eine Freilassung hoffen. Fujimori war bereits 2017 mit Verweis auf seinen Gesundheitszustand begnadigt worden, der Oberste Gerichtshof hatte dies aber 2018 aufgehoben. Das Verfassungsgericht setzte die Begnadigung zuletzt nun wieder in Kraft.