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Grundstein für den Wiederaufbau? Wie Uni Bamberg und Hochschule Coburg Notre Dame helfen können

Der Wiederaufbau von Notre Dame in Paris wird Jahre dauern. Noch ist nicht klar, wie und in welcher Form dieser realisiert werden kann und soll. Hochschulen aus Franken könnten einen entscheidenden Teil dazu beitragen.
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Schreckliche Bilder aus Paris: In der Kathedrale Notre-Dame ist am Montagabend (15.04.2019) ein Feuer ausgebrochen. Auf Bildern war eine große Rauchsäule über dem Pariser Wahrzeichen zu sehen. Alles rund um das Feuer in Notre-Dame, Reaktionen aus aller Welt und die mögliche Brandursache lesen Sie hier.

Update 18.04.2019, 14.03 Uhr: Uni Bamberg und Hochschule Coburg bieten Hilfe an

Noch am Abend der verheerenden Brandkatastrophe in Paris sicherte Frankreichs Präsident Emanuel Macron zu, Notre Dame wieder aufbauen zu wollen. Mittlerweile sind rund 700 Millionen Euro an Spenden zugesagt.

Damit der Wiederaufbau gelingen kann, dazu will und kann die Universität Bamberg und die Hochschule Coburg einen großen Teil dazu beitragen. Wie die Uni am Donnerstag, drei Tage nach dem Unglück von Paris, in einer Pressemitteilung schreibt, wurde das Querhaus von Notre Dame, "das durch das Brandereignis insbesondere in Mitleidenschaft gezogen wurde, im Rahmen eines BMBF-Projekts zu gotischen Kirchenportalen in den Jahren 2015 bis 2018 eingehend untersucht und mit 3D-Scantechniken vermessen" wurde.

Aufgrund de Aktualität der Aufnahmen - schließlich liegt das Ende der Messungen etwa nur ein Jahr zurück - "liegt der wahrscheinlich jüngste dokumentierte Ist-Zustand vor der Brandkatastrophe in Form von Vermessungsdaten in Bamberg vor." Sofern gewünscht, wolle man in Bamberg diese Messdaten zur Verfügung stellen.

"Experten empfehlen ein vermessungstechnisches Monitoring zur Klärung der Frage, welche Wandabschnitte des Querhauses sich im Vergleich mit dem Vorzustand in welchem Umfang verformt haben beziehungsweise zurückverformen.", heißt es weiter in der Pressemitteilung. Dieses Monitoring würden die Universität und die Hochschule sogar selbst übernehmen.

Update 17.04.2019, 21:29 Uhr: Pariser feiern Messe

Nach dem verheerenden Brand in der Kathedrale Notre-Dame hat der Pariser Erzbischof Michel Aupetit den Menschen Mut zugesprochen. Gläubige feierten am Mittwochabend in der zweitgrößten Pariser Kirche Saint-Sulpice eine Messe vor Ostern. Die sogenannte Chrisammesse sollte eigentlich in Notre-Dame stattfinden. Die Kathedrale sei zwar teilweise zusammengestürzt, sagte Aupetit über die Brandkatastrophe. Er betonte jedoch mehrfach: "Wir werden unsere Kirche wieder aufbauen."

Auch Präsidentengattin Brigitte Macron und Innenminister Christophe Castaner waren gekommen.

Vor der Kirche im Stadtteil Saint-Germain-des-Prés versammelten sich Hunderte Menschen. Eine Großbildleinwand war aufgebaut. Auch vor anderen Kathedralen des Landes kamen zahlreiche Menschen am Abend zusammen und hielten inne. Landesweit läuteten um Punkt 18.50 Uhr in ganz Frankreich die Kirchenglocken - um diesen Zeitpunkt wurde der Brand in dem weltberühmten Wahrzeichen am Montagabend entdeckt. Die französische Bischofskonferenz hatte die Kathedralen im Land dazu aufgerufen.

Die Glocken erklangen etwa in der Pariser Kirche Sacré-Coeur im Touristenviertel Montmartre, der Kathedrale St. André in Bordeaux und im Straßburger Münster.

Frankreich will nach der Katastrophe einen internationalen Architekturwettbewerb für den Wiederaufbau des kleinen Vierungsturms in der Mitte des Daches von Notre-Dame ausrufen. Dieser Spitzturm war bei dem verheerenden Brand zusammengestürzt. Premierminister Édouard Philippe sagte nach einer Regierungssitzung, der neue Turm müsse den "Herausforderungen unserer Zeit" standhalten.

Insgesamt wird der Wiederaufbau der weltberühmten, schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre-Dame von einer riesigen Spendenwelle im Milliarden-Bereich getragen. Nach Angaben von Stéphane Bern, der im Auftrag von Staatspräsident Emmanuel Macron für die Renovierung historischer Baudenkmäler in Frankreich zuständig ist, waren schon bis Mittwochmorgen fast 900 Millionen zur Verfügung gestellt worden. Bern sagte dem Sender RMC: "Die ganze Welt ist an unserer Seite."

Premierminister Philippe kündigte am Mittwoch ein neues Gesetz an, das Transparenz im Umgang mit den Spenden sicherstellen soll. "Jeder Euro, der für den Wiederaufbau von Notre-Dame eingezahlt wird, wird dafür eingesetzt - und für nichts anderes." Eine entsprechende Vorlage soll es in der kommenden Woche geben. Milliardärsfamilien und Firmen hatten Hunderte Millionen Spenden zugesagt.

Kurz nach dem Ausbruch des Feuers hatte Präsident Macron schon versprochen, das jahrhundertealte Bauwerk wieder aufzubauen. In einer Fernsehansprache am Dienstag kündigte er dann an, dass dies binnen fünf Jahren passieren sollte.

Das Pariser Rathaus plant an diesem Donnerstag eine Veranstaltung zu Ehren der Kathedrale. Dabei sollen auch Menschen gewürdigt werden, die an der Rettung von Notre-Dame Anteil hatten.

Derweil war die Ursache der Katastrophe in dem rund 850 Jahre alten Kirchenbau auch am Mittwoch noch ungeklärt. Die Pariser Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der Brand auf einem Unfall beruht und nicht auf einer "vorsätzlichen Tat". Daher würden Zeugen befragt, darunter Arbeiter, die vor dem Feuer an Renovierungsarbeiten beteiligt waren.

Update 17.04.2019, 08:30 Uhr: Natascha Ochsenknecht äußert Kritik an Spendengeldern über Instagram

Natascha Ochsenknecht postete am Dienstagabend ein Bild vom brennenden Turm von Notre-Dame. In der Bildunterschrift beklagt die 54-Jährige den Umstand, dass für ein Bauwerk innerhalb weniger Tage , mehrere Hundert Millionen Euro gespendet werden und gleichzeitig Menschen auf der Erde verhungern. Ihre Follower sind gespalten: Einige unterstützen Nataschas Kritik, andere nehmen sie zum Anlass, gegen das Model zu wettern, da sie selbst angeblich mehr spenden könne.

Update 16.04.2019, 21:23 Uhr: Macron will Notre-Dame innerhalb der kommenden fünf Jahre wieder aufbauen

Keine 24 Stunden nach dem verheerenden Feuer in der Kathedrale Notre-Dame haben Spender am Dienstag bereits Hunderte Millionen Euro für den Wiederaufbau des Wahrzeichens zugesagt. Allein die drei französischen Milliardärsfamilien Arnault, Pinault und Bettencourt-Meyers wollen insgesamt eine halbe Milliarde Euro geben. Frankreichs Regierung zeigte sich entschlossen, die jahrhundertealte gotische Kathedrale in Paris wieder aufzubauen.

Das Wahrzeichen solle innerhalb der nächsten fünf Jahre wieder aufgebaut werden und dann noch schöner sein als vorher, sagte Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend in einer TV-Ansprache. "Wir werden handeln. Und wir werden Erfolg haben", sagte er.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief die Menschen in Deutschland und Europa auf, den Wiederaufbau zu unterstützen. Er bezeichnete Notre-Dame am Dienstag als "ein großes europäisches Wahrzeichen, ein Wahrzeichen europäischer Kultur und ein wichtiges Dokument europäischer Geschichte".

Nach der Brandkatastrophe vom Montagabend hatte Staatspräsident Emmanuel Macron über Frankreich hinaus zu Spenden aufgerufen. Premierminister Édouard Philippe rief am Dienstag eine Ministerrunde zusammen, um über den Wiederaufbau des ausgebrannten Gotteshauses zu beraten. Viele Länder boten Hilfe an - auch in Form von Expertise für die Restaurierung des Gebäudes. Steinmeier betonte: "Frankreich ist in dieser Stunde nicht allein."

Das Feuer war auf dem Dachboden von Notre-Dame ausgebrochen und nach einem Alarm um 18.43 Uhr entdeckt worden. Nach einem ersten Alarm um 18.20 Uhr war zunächst kein Brandherd gefunden worden. Erst am Dienstagvormittag verkündete Feuerwehrsprecher Gabriel Plus: "Das ganze Feuer ist aus." Man habe die ganze Nacht über sichergestellt, dass das Feuer nicht wieder ausbricht, und die Gebäudestrukturen überwacht. Nun beginne die Phase der Begutachtung.

Nach Angaben des französischen Innenstaatssekretärs Laurent Nuñez entdeckten Fachleute "einige Schwachstellen". Diese betreffen vor allem das Gewölbe, wie Nuñez sagte. "Im Ganzen hält die Struktur gut", fügte er hinzu. Auf Bildern waren riesige Löcher in Teilen des Gewölbes zu sehen. Fotos zeigten außerdem Berge von Trümmern im Innenraum der gotischen Kathedrale, deren Geschichte bis ins Jahr 1163 zurückreicht.

Die Pariser Staatsanwaltschaft geht von einem Unfall aus. "Nichts weist derzeit in die Richtung einer vorsätzlichen Tat", sagte Staatsanwalt Rémy Heitz am Dienstag. Nun würden Zeugen angehört - auch Arbeiter, die Renovierungsarbeiten ausführten. Auf dem Dach von Notre-Dame hatten die Bauarbeiter ein Gerüst angebracht. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr wurden bei dem Einsatz drei Menschen leicht verletzt - zwei Polizisten und ein Feuerwehrmann.

Eine internationale Geberkonferenz soll Geld für den Wiederaufbau sammeln. Einen entsprechenden Vorschlag machte die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo. Sie wolle die Spenderkonferenz im Rathaus von Paris veranstalten, um die notwendigen Mittel zusammenzubekommen.

Erste Großspender stehen schon bereit: Die Milliardärsfamilie Bettencourt-Meyers und der Kosmetikriese L'Oréal wollen 200 Millionen Euro geben, wie der Kosmetikkonzern am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte die Familie von Unternehmer und Milliardär Bernard Arnault über dessen Luxusgüter-Konzern LVMH angekündigt, sich ebenfalls mit 200 Millionen Euro an der Rekonstruktion beteiligen zu wollen. Die Milliardärsfamilie Pinault hat 100 Millionen Euro versprochen.

Das Feuer auf dem Dach hatte sich sehr schnell auf rund 1000 Quadratmeter ausgebreitet, wie Feuerwehrsprecher Plus erläuterte. Der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen; über Paris bildete sich eine gigantische Rauchwolke. Der kleine spitze Vierungsturm in der Mitte des Dachs stürzte ein, die beiden Haupttürme konnten jedoch gerettet werden - die Feuerwehr hatte große Sorge um deren Standsicherheit. Plus zufolge hatte man befürchtet, dass die tonnenschweren Glocken von Notre-Dame aus der geschwächten Konstruktion abstürzen könnten.

Eine der wichtigsten Reliquien wurde aus der brennenden Kathedrale gerettet. Es handele sich dabei um die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll, sagte der Direktor des Gotteshauses, Patrick Chauvet. Die Flammen hätten den Kirchenschatz nicht erreicht.

Chauvet sieht nach eigener Darstellung keine Sicherheitsmängel beim Brandschutz. So hätten Brandaufseher dreimal täglich den Dachstuhl geprüft. "Ich denke, dass man nicht mehr machen kann." Aber es gebe natürlich immer Vorfälle, die man so nicht habe vorhersagen könne.

Das Inferno von Notre-Dame warf auch in Deutschland Fragen nach dem Brandschutz historischer Kirchen auf. "Was in Paris passiert ist, lässt sich, wenn man ehrlich ist, nirgends ausschließen", sagte der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Claus Wolf, in Esslingen. Der Domkustos von Speyer, Peter Schappert, erklärte: "Mit dem Brand der Pariser Kathedrale wird offensichtlich, dass Feuer auch im 21. Jahrhundert eine fundamentale Bedrohung für einen Kirchenbau sein kann."

Als Zeichen der Verbundenheit läuteten am Dienstag die Glocken vieler deutscher Kirchen, etwa am Kölner Dom und am Hamburger Michel. Papst Franziskus schloss sich der Trauer an. Er bezeichnete die Kathedrale des Erzbistums Paris als "architektonisches und spirituelles Erbe von Paris, Frankreichs und der Menschheit".

Update 16.04.2019, 19:12 Uhr: USA sagen Unterstützung beim Wiederaufbau zu

Die USA bieten Frankreich Unterstützung beim Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame in Paris an. Das vermeldet die deutsche Presseagentur (dpa). "Frankreich ist der älteste Verbündete der Vereinigten Staaten", teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Dienstag mit. Man erinnere sich "mit dankbaren Herzen" daran, wie die Glocken der Kathedrale in Paris am Tag nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 in den USA geläutet hätten. "Diese Glocken werden wieder erklingen. Wir stehen heute zusammen mit Frankreich und bieten unsere Unterstützung beim Wiederaufbau dieses unersetzlichen Symbols westlicher Zivilisation an. Vive la France!"

Update 16.04.2019, 16.55 Uhr: Merkel sagt Hilfe beim Wiederaufbau der Notre-Dame zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Franzosen Hilfe beim Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame in Paris zugesagt. "Notre-Dame ist nicht nur das Symbol des Christentums in Frankreich", sagte sie bei einem Treffen mit dem kirgisischen Präsidenten Sooronbaj Jeenbekov am Dienstag in Berlin. "Notre-Dame ist auch unser gemeinsames, europäisches Erbe, das wir miteinander teilen." Deswegen sei die Bundesregierung gerne bereit, am Wiederaufbau mitzuwirken mit deutscher Expertise und Erfahrung. Die Kulturminister beider Ländern würden sich nun darüber austauschen.

Merkel betonte: "Diese herrliche Kirche, das Herz von Paris in Flammen zu sehen, hat uns alle tief berührt". Sie habe mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron telefoniert und die Anteilnahme der Menschen in Deutschland übermittelt. Eine große Hochachtung habe sie auch angesichts der Leistung der Rettungskräfte insbesondere der Feuerwehr zum Ausdruck gebracht. Ihnen sei es gelungen, wesentliche Teile der Notre-Dame zu erhalten.

Update 16.04.2019, 15.58 Uhr: Auch Bauten in Deutschland gefährdet

Eine bange Frage nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame: Wäre das auch in Deutschland möglich? Die Antwort: ja. Allein in Bayern sind in den letzten fünf Jahren drei bedeutende historische Bauwerke abgebrannt - und es gibt noch mehr Parallelen. Weiterlesen: Feuer von Notre-Dame: Auch historische Bauten in Franken sind in Gefahr

Update 16.04.2019, 15.53 Uhr: Weitere Großspenden für Notre-Dame

Die Milliardärsfamilie Bettencourt-Meyers und der Kosmetikriese L'Oreal und wollen insgesamt 200 Millionen Euro für den Wiederaufbau der stark beschädigten Kathedrale Notre-Dame spenden. Dabei kommen 100 Millionen Euro von der gemeinnützigen Stiftung Bettencourt Schueller, wie L'Oreal am Dienstag mitteilte. Die anderen 100 Millionen Euro kommen von dem Kosmetikriesen und der Erbenfamilie Bettencourt-Meyers. Die gemeinnützige Stiftung wurde in den 1980er von der Familie gegründet.

Die Milliardärsfamilie Bettencourt-Meyers machte rund um die L'Oréal-Milliardenerbin Liliane Bettencourt immer wieder Schlagzeilen. Bettencourt war 2017 im Alter von 94 Jahren gestorben. Bettencourt war Tochter des Gründers von L'Oréal, Eugène Schueller, und die Mutter von Francois Bettencourt-Meyers. Sie gilt nun als reichste Frau der Welt.

Zuvor hatten andere französische Milliardärsfamilien großzügige Spenden angekündigt - so etwa die Familie des französischen Unternehmers und Milliardärs Bernard Arnault. Sie will sich mit 200 Millionen Euro an der Rekonstruktion beteiligen. Die Familie Pinault versprach 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau. François-Henri Pinault ist Chef des Luxuskonzerns Kering, zu dem Modemarken wie Gucci, Brioni und Saint Laurent gehören. Die superreichen Franzosen Arnault und Pinault sind als Kunstliebhaber, Mäzene und Konkurrenten bekannt.

Update 16.04.2019, 15.20 Uhr: Auch Bayern bietet Frankreich Hilfe für Wiederaufbau an

Auch Bayern bietet Frankreich praktische Hilfe beim Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame an. In einem Brief an die französische Botschafterin in Berlin, Anne-Marie Descôtes, hat Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Dienstag die Expertise der drei staatlichen Dombauhütten in Regensburg, Passau und Bamberg zur Verfügung gestellt. "Dort wird die mittelalterliche Steinmetz-Tradition bis heute gepflegt und kommt bei der Restaurierung der Sakralgebäude nach wie vor zum Einsatz", sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur am Rande seiner Äthiopienreise in Addis Abeba. Er hoffe, dass der Aufbau schnell gelingen werde.

Ferner bot Söder auch die Hilfe von Experten aus dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege mit seinen Abteilungen für Bau- und Kunstdenkmalpflege sowie für Denkmalforschung an. Auch an den bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften gebe es umfassende wissenschaftliche Expertise im Umgang mit materiellem Kulturerbe, betonte Söder.

So gebe es etwa an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg einen Lehrstuhl für Denkmalpflege/Heritage Sciences, an dem zu Baugeschichte, zum Bauerhalt, zu neuesten Sanierungstechnologien und zur Restaurierung geforscht werde. Die Universität verfüge auch über digitale Modelle von Notre-Dame in Paris.

Update 16.04.2019, 15.06: ARD und ZDF weisen Kritik an Notre-Dame-Reaktion zurück

Die öffentlich-rechtlichen Sender sehen keinen Grund zur Kritik an in ihrer Berichterstattung zum Brand der Kathedrale Notre Dame. Die "heute"-Redaktion habe am Montag auf die erste Eilmeldung schnell reagiert und auf "heute.de" sowie in der 19-Uhr-Sendung informiert, sagte ein Sprecher des Senders am Dienstag. Die Berichterstattung aus Paris sei laufend aktualisiert worden, und das "heute journal" ab 21.45 Uhr habe umfassend berichtet. Die ARD verwies auf ihre aktuellen Berichte bei "tagesschau.de" sowie in "Tagesschau" und "Tagesthemen". Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und einige Journalisten hatten die Berichterstattung von ARD und ZDF als unzureichend kritisiert.

Update 16.04.2019, 14.58 Uhr: YouTube zeigte bei Livestreams zu Notre Dame Hinweise zu 9/11

Eine Panne bei YouTube zeigt die aktuellen Grenzen künstlicher Intelligenz auf: Wegen eines fehlerhaften Algorithmus wurden zu Livevideos des Feuers in der Pariser Kathedrale Notre Dame Hinweise zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 geschaltet. Mehrere Medien hatten den Brand am Montagabend live auf der Plattform gestreamt. Unter einige Clips setzte YouTube einen grauen Streifen mit Informationen zu den 9/11-Anschlägen in den USA. Irrtümlicherweise war eine Verbindung zwischen dem Kirchenbrand und den Terroranschlägen hergestellt worden.

Die Google-Tochter räumte einen Fehler ein. Weiterlesen: Youtube hält Brand in Notre-Dame für Terroranschlag

Update 16.04.2019, 14.45 Uhr: Schwachstellen bei Notre-Dame entdeckt

Fachleute haben am Dienstag "einige Schwachstellen" im Gebäude entdeckt. Diese betreffen vor allem das Gewölbe, also die Gebäude-Decke, sagte Innen-Staatssekretär Laurent Nuñez am Dienstag. "Im Ganzen hält die Struktur gut", fügte er hinzu.

Im Zuge der Absicherung der historischen Kirche seien fünf Wohnhäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft geräumt worden, sagte Nuñez. Die Häuser liegen demnach in einer schmalen Straße nördlich des Gotteshauses. Die Absicherungsarbeiten im Inneren der schwer beschädigten Kathedrale dürften rund 48 Stunden dauern, sagte der Staatssekretär.

Update 16.04.2019, 14.17 Uhr: Queen lobt Einsatz bei Großbrand in Notre-Dame

Die britische Königin Elizabeth II. hat erschüttert auf das verheerende Großfeuer in der Pariser Kathedrale reagiert. "Ich bewundere aufrichtig die Einsatzkräfte, die ihr Leben riskiert haben, um dieses bedeutende nationale Denkmal zu retten" , teilte die 92 Jahre alte Queen am Dienstag in London mit.

Ihr ältester Sohn, Thronfolger Prinz Charles (70), schrieb in einer gesonderten Mitteilung an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron: Man leide mit dem Volk in Frankreich. Er verwies auf einen Großbrand auf Schloss Windsor bei London vor 27 Jahren.

Im November 1992 hatte ein Feuer einen erheblichen Teil des Schlosses zerstört. Der Brand, der in der Kapelle ausgebrochen war, vernichtete neun Staatsräume und beschädigte etwa 100 Räume schwer. Der Wiederaufbau dauerte Jahre; der Brandschutz wurde verbessert.

Update 16.04., 12.58 Uhr: Papst trauert um "Juwel" Notre-Dame

Papst Franziskus hat sich der Trauer um die Pariser Kathedrale Notre-Dame angeschlossen, die durch das verheerendee Feuer teilweise zerstört wurde. "Ich wünsche mir, dass die Kathedrale Notre-Dame dank eines Wiederaufbaus und der Mobilisierung aller wieder dieses schöne Schmuckstück im Herzen der Stadt werden kann, Zeichen des Glaubens derjenigen, die sie erbaut haben, Mutter-Kirche eurer Diözese, architektonisches und spirituelles Erbe von Paris, Frankreichs und der Menschheit", schrieb der Papst am Dienstag an den Pariser Erzbischof Michel Aupetit. Der Argentinier bezeichnete die Kathedrale als "architektonisches Juwel eines kollektiven Gedächtnisses" und würdigte den Mut und die Arbeit der Feuerwehrleute.

Update 16.04.2019, 12.43 Uhr: Neuigkeiten zur möglichen Brandursache

Die Pariser Staatsanwaltschaft geht weiter davon aus, das der verheerende Brand in der Kathedrale Notre-Dame auf einem Unfall beruht. "Nichts weist derzeit in die Richtung einer vorsätzlichen Tat", sagte der Pariser Staatsanwalt Rémy Heitz am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits in der Nacht bestätigt, dass sich die Ermittlungen um eine "unbeabsichtigte Zerstörung" durch Feuer drehen.

Laut Heitz werden Zeugen angehört. Dazu gehören auch Arbeiter, die bei den Renovierungsarbeiten in der Kathedrale beschäftigt waren. Laut "Le Parisien" hätten dabei Schweißarbeiten am Holzrahmen den Brand auslösen können.

Laut Heitz suchen rund 50 Ermittler nach der Brandursache.

Es habe am Montag zwei Mal Alarm gegeben: Einmal um 18.20 Uhr, dabei seiner aber bei einer Überprüfung kein Feuer entdeckt worden. Der zweite Alarm wurde um 18.43 Uhr ausgelöst - dann sei der Brand im Dachstuhl entdeckt worden.

Update 16.04.2019, 11.10 Uhr: Deutschland bereit für Hilfe zum Wiederaufbau von Notre-Dame

Deutschland will Frankreich beim Wiederaufbau der durch einen Brand zerstörten Kathedrale Notre-Dame in Paris unterstützen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe zur Hilfe für den Wiederaufbau weit über Frankreich hinaus aufgerufen, twitterte Außenminister Heiko Maas am Dienstag. "Deutschland steht dazu in engster Freundschaft bereit", schrieb der SPD-Politiker. "Wir sind in Trauer vereint. Notre Dame ist kulturelles Erbe der Menschheit und Symbol für Europa."

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief die Bürger Deutschlands und Europas dazu auf, den Wiederaufbau zu unterstützen. "Es ist nicht nur ein großes Bauwerk, es ist ein großes europäisches Wahrzeichen, Wahrzeichen europäischer Kultur und ein wichtiges Dokument europäischer Geschichte", sagte Steinmeier am Dienstag in Berlin. "Frankreich ist in dieser Stunde nicht allein. Die Franzosen sind uns Europäern in dieser Stunde besonders nahe." Die Bilder des Brandes ließen niemanden in Europa unberührt, sagte der Bundespräsident.

Update 16.04.2019, 10.55 Uhr: Putin will russische Spezialisten zur Hilfe nach Paris schicken

Kremlchef Wladimir Putin hat nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Frankreich Hilfe von russischen Spezialisten beim Wiederaufbau angeboten. "Er schlug vor, die besten Experten nach Frankreich zu schicken. Sie haben große Erfahrung in der Restaurierung von Weltkulturerbe", teilte der Kreml am Dienstag in Moskau mit.

Die Kathedrale sei ein unschätzbarer kultureller Wert für Europa und die ganze Welt, sagte der russische Präsident in einem Schreiben an seinen französischen Kollegen Emmanuel Macron. "Das Unglück, das in dieser Nacht geschehen ist, schmerzt auch in den Herzen der Russen."

Update 16.04.2019, 10.13 Uhr: Brand von Notre-Dame ist vollständig gelöscht

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind die Flammen komplett gelöscht. "Das ganze Feuer ist aus", sagte der Sprecher der Feuerwehr, Gabriel Plus, am Dienstag. Nun beginne die Phase der Begutachtung. Man habe die ganze Nacht über sichergestellt, dass das Feuer nicht wieder ausbricht und die Gebäudestrukturen überwacht. Der Brand auf dem Dach habe sich am Montagabend sehr schnell auf rund 1000 Quadratmeter ausgebreitet, so Plus weiter. Bei dem Brand sind nach ersten Erkenntnissen drei Menschen leicht verletzt worden. Dabei handele es sich um zwei Polizisten und einen Feuerwehrmann, teilte die Feuerwehr mit.

Update 16.04.2019, 09.37 Uhr: Laschet kritisiert Berichterstattung zu Notre-Dame

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über den Brand in Notre-Dame als unzureichend kritisiert. "Russia Today und Al Jazeera berichten, rechte Hetzer verbreiten erste Verschwörungstheorien und der öffentlich-rechtlich Rundfunk schläft", schrieb Laschet am Montagabend auf Twitter. Weiterlesen: Tierfilm statt Notre-Dame: Armin Laschet kritisiert Berichterstattung der ARD

Update 16.04.2019, 07.40 Uhr: Feuerwehr hatte Sorge um die Türme

Bei dem verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame war die Feuerwehr der französischen Hauptstadt in großer Sorge um die beiden Türme des massiven Baus. Priorität der Arbeiten sei es gewesen, die Struktur der beiden Türme zu schützen, sagte der Sprecher der Pariser Feuerwehr, Gabriel Plus, am Dienstag der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Die Befürchtung sei gewesen, dass die Konstruktion der Türme geschwächt würde und die tonnenschweren Glocken von Notre-Dame abstürzen könnten. Zu Beginn der Löscharbeiten sei es nicht übereilt gewesen, einen Zusammenbruch der Strukturen zu bedenken.

Eine große Herausforderung für die Arbeiten sei die Sicherung der Kunstschätze gewesen. Nach dem Einsturz des Spitzturms, der sich im Zentrum des Mittelschiffs befand, seien Leute aus dem Inneren der Kirche zurückgezogen worden. Dort sei dann ein Roboter eingesetzt worden.

In den kommenden Stunden gehe es darum, das Feuer richtig zu löschen und neue Brandherde zu verhindern. Mit Lasertechnik würden Teams die Struktur des Baus untersuchen. dpa

Update 16.04.2019, 07.00 Uhr: Milliadärsfamilie will 100 Millionen in Wiederaufbau von Notre-Dame stecken

Die französische Milliardärs-Familie Pinault hat 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau der bei einem Feuer verwüsteten Pariser Kathedrale Notre-Dame versprochen. Das kündigte der Geschäftsmann François-Henri Pinault in einer Mitteilung an, aus der die Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Dienstag zitierte. Er und sein Vater François Pinault hätten entschieden, dass die Familien-Holding Artemis den Betrag bereitstellen werde, um sich an der Anstrengung zum Wiederaufbau von Notre-Dame zu beteiligen.

François-Henri Pinault ist Chef des Luxuskonzerns Kering, zu dem Modemarken wie Gucci, Brioni und Saint Laurent gehören. Der superreiche Franzose ist außerdem als Kunstliebhaber und Mäzen bekannt.

Das Feuer in der Pariser Kathedrale war am Montagabend ausgebrochen, über Stunden schlugen Flammen aus dem Dachstuhl des Wahrzeichens. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat bereits angekündigt, die Kathedrale wieder aufzubauen. Dazu sollen auch Spenden gesammelt werden. dpa

Update 16.04.2019, 05.45 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel äußert sich zu Brand in Paris

Der verheerende Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris hat auch in Deutschland Entsetzen ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte am Montagabend, es tue weh, diese schrecklichen Bilder zu sehen. Notre-Dame sei ein Symbol Frankreichs und der europäischen Kultur, erklärte sie über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert via Twitter.

Ebenfalls im Kurznachrichtendienst schrieb Außenminister Heiko Maas (SPD), die brennende Kirche "trifft auch uns ins Herz". "Unsere Gedanken sind bei allen Einsatzkräften und unseren französischen Freundinnen und Freunden", erklärte er.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, nannte Notre-Dame "so etwas wie die Seele von Paris". Mit Schrecken und großer Trauer sehe er die Bilder von der brennenden Pariser Kathedrale, schrieb er am späten Sonntagabend bei Facebook.

Am Montagabend war Medienberichten zufolge im Dach der weltberühmten Kirche ein Feuer ausgebrochen. Es richtete großen Schaden an. Die Ermittler vermuten einen Unfall aus. epd

Update: 16.04.2019, 04.00 Uhr: Macron verspricht Wiederaufbau von Notre-Dame

Nach dem schweren Brand in der Pariser Kathedrale von Notre-Dame will Frankreich das berühmte Wahrzeichen wieder instandsetzen. "Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen", sagte Staatschef Emmanuel Macron am späten Montagabend. "Denn das ist es, was die Franzosen erwarten". Das Feuer kurz vor Ostern verwüstete den Sakralbau im Herzen der französischen Hauptstadt, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Am frühen Dienstagmorgen erklärte die Feuerwehr den Brand für "unter Kontrolle und teilweise gelöscht", wie die französischen Medien berichteten. Es gebe lediglich noch einzelne Glutnester, sagte Feuerwehr-Sprecher Gabriel Plus. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt, bislang wird dabei die Spur eines Unfalls verfolgt. Das Feuer sorgte weltweit für Entsetzen.

Es war am Montagabend ausgebrochen, über Stunden schlugen Flammen in den Himmel. Der kleine Spitzturm in der Mitte des Dachs brach zusammen. Das genaue Ausmaß der Zerstörungen war in der Nacht noch nicht bekannt. Macron sagte aber, das Schlimmste sei verhindert worden, denn die Fassade und die beiden Haupttürme seien nicht zusammengestürzt.

"Man kann annehmen, dass die Struktur von Notre-Dame gerettet und in ihrer Gesamtheit bewahrt ist", sagte Feuerwehrchef Jean-Claude Gallet. Zeitweise war die Feuerwehr nicht sicher gewesen, ob sie die Ausbreitung des Feuers aufhalten kann.

Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen unbeabsichtigter Zerstörung durch Feuer ein - das heißt: von Brandstiftung ist bislang nicht die Rede. Nach ergänzenden Medienberichten könnte der Brand mit Bauarbeiten auf dem Dach der Kirche zusammenhängen. Die Staatsanwaltschaft nahm zu solchen Berichten zunächst keine Stellung. Die Ermittler begannen in der Nacht, die Arbeiter der Baustelle zu befragen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Auf dem Dach hatten die Bauarbeiter ein Gerüst angebracht.

Nach Angaben des Innenministeriums war die Feuerwehr mit Hunderten Einsatzkräften vor Ort. Medienberichten zufolge wurde ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten schwer verletzt.

Eine der wichtigsten Reliquien der katholischen Kirche wurde aus der brennenden Kathedrale gerettet. Es handele sich dabei um die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll, sagte Patrick Chauvet, der Direktor des Gotteshauses. Die Flammen hätten den Kirchenschatz nicht erreicht.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach von einem "fürchterlichen Brand". Der französische Premierminister Édouard Philippe schrieb: "Unsere Traurigkeit ist unbeschreiblich, aber wir kämpfen immer noch. An diesem Abend kämpfen die Feuerwehrleute heldenhaft gegen das Feuer." Macron sagte: "Notre-Dame von Paris, das ist unsere Geschichte."

Notre-Dame ist eine der wichtigsten Pariser Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Seine-Insel Île de la Cité.

Der Vatikan reagierte bestürzt. "Der Heilige Stuhl hat die Nachricht des entsetzlichen Brandes, der die Kathedrale von Notre-Dame, Symbol der Christenheit in Frankreich und der Welt, verwüstet hat, mit Schock und Trauer aufgenommen", erklärte Papst-Sprecher Alessandro Gisotti.

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte im Namen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU): "Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre-Dame zu sehen." Er fügte hinzu: "Notre-Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden."

"Notre-Dame von Paris ist Notre-Dame von ganz Europa", schrieb EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter. "Wir stehen heute alle an der Seite von Paris." EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schrieb: "Notre-Dame gehört der ganzen Menschheit. Welch trauriger Anblick." Auch US-Präsident Donald Trump zeigte sich bestürzt. Die Kathedrale sei einer der größten Schätze auf der Welt, großartiger als fast jedes Museum auf der Welt. "So schrecklich, das verheerende Feuer an der Notre-Dame-Kathedrale in Paris zu sehen."

Die Chefin der UN-Kulturorganisation Unesco, Audrey Azoulay, sagte zu Reportern: "Notre-Dame ist ein Symbol für die ganze Welt." Die Unesco sei schon mit dem Kulturministerium und der Kirche in Kontakt. "Wir brauchen eine sehr schnelle Beurteilung der Schäden." Es müssten rasch "strategisch wichtige Entscheidungen getroffen werden".

Macron sagte wegen des Brandes eine für den Abend geplante wichtige Fernsehansprache ab und begab sich mit seiner Frau Brigitte zu der Kathedrale. Der Präsident hatte eigentlich über die Ergebnisse einer monatelangen Bürgerdebatte sprechen wollte. Der Präsident hatte die "Nationale Debatte" im Januar als Reaktion auf die Proteste der "Gelbwesten" gestartet - nun wollte er Zugeständnisse präsentieren. Einen neuen Termin dafür teilte der Élyséepalast zunächst nicht mit.

Die Geschichte der Kathedrale reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Die Dimensionen der im gotischen Stil konstruierten und der Jungfrau Maria geweihten Kirche mit ihren beiden majestätischen Türmen sind gewaltig: Die Kathedrale ist 127 Meter lang, 40 Meter breit und bis zu 33 Meter hoch. Mit seinem 1831 erschienenen Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" verewigte Victor Hugo die Kathedrale in der Literatur.

Macron kündigte eine nationale Spendensammlung an, um den Wiederaufbau zu finanzieren. Die französische Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine schaltete auf ihrer Internetseite bereits eine Spendenaktion frei: "Damit Notre-Dame aus der Asche wiedergeboren werden kann, starten wir einen internationalen Aufruf", schrieb die Stiftung. Und die Milliardärs-Familie Pinault versprach 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau. Das kündigte der Geschäftsmann François-Henri Pinault, Chef des Luxuskonzerns Kering, in einer Mitteilung an, aus der AFP zitierte.

Update vom 15.04.2019, 23:20 Uhr: Ist die Grundstruktur gerettet?

Die Pariser Feuerwehr ist zuversichtlich, dass der Brand in Notre-Dame die Kathedrale nicht völlig zerstört. "Man kann annehmen, dass die Struktur von Notre-Dame gerettet und in ihrer Gesamtheit bewahrt ist", sagte Feuerwehrchef Jean-Claude Gallet am späten Montagabend dem Sender BFMTV und anderen Medien. Er hob insbesondere die beiden Haupttürme hervor, die gerettet worden seien.

Update vom 15.04.2019, 23:08 Uhr: Feuerwehr ist sich nicht sicher, ob Kirche zu retten ist

Auf die Frage, ob die weltberühmte Kathedrale noch zu retten sei, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Abend dem Sender BFMTV und anderen Medien zufolge, man sei sich "nicht sicher", ob die Ausbreitung des Feuers aufgehalten werden könne. Der gesamte Dachstuhl stehe in Flammen, hatte zuvor der Sprecher der Kathedrale, André Finot, der französischen Nachrichtenagentur AFP gesagt. Man müsse nun schauen, ob das Gewölbe der Kathedrale noch zu retten sei.

Nach Angaben des Innenministeriums war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot vor Ort. Rund 400 Feuerwehrleute versuchten, den Brand einzudämmen. Über mögliche Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Zusammenhang mit Renovierungsarbeiten möglich

Das Feuer kurz vor Ostern könne mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen, berichtete AFP unter Berufung auf die Feuerwehr weiter. Es sei auf dem Dachboden ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden. Auf dem Dach der Kathedrale war ein Baugerüst angebracht. Die Polizei gehe nicht von einem terroristischen Hintergrund aus, erklärte ein Sprecher am Abend.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich betroffen und sagte eine für den Abend geplante wichtige Fernsehansprache ab. "Notre-Dame von Paris den Flammen ausgeliefert. Emotion einer ganzen Nation", teilte der Präsident auf Twitter mit. Wie alle Franzosen sei er an diesem Abend traurig, "diesen Teil von uns brennen zu sehen". Nach Medienberichten traf der Präsident am Abend an der Kathedrale ein.

Betroffenheit auf der gesamten Welt

Der französische Premierminister Édouard Philippe schrieb auf Twitter: "Unsere Traurigkeit ist unbeschreiblich, aber wir kämpfen immer noch. An diesem Abend kämpfen die Feuerwehrleute heldenhaft gegen das Feuer." Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach von einem "fürchterlichen Brand". Weltweit sorgte der Brand für Entsetzen. Der Vatikan reagierte bestürzt. "Der Heilige Stuhl hat die Nachricht des entsetzlichen Brandes, der die Kathedrale von Notre-Dame, Symbol der Christenheit in Frankreich und der Welt, verwüstet hat, mit Schock und Trauer aufgenommen", erklärte Papst-Sprecher Alessandro Gisotti.

"Notre-Dame von Paris ist Notre-Dame von ganz Europa", schrieb EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter. "Wir stehen heute alle an der Seite von Paris." EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schrieb: "Notre-Dame gehört der ganzen Menschheit. Welch trauriger Anblick."

US-Präsident Donald Trump zeigte sich bestürzt. Die Kathedrale sei einer der größten Schätze auf der Welt, großartiger als fast jedes Museum auf der Welt. "So schrecklich, das verheerende Feuer an der Notre-Dame-Kathedrale in Paris zu sehen. Vielleicht könnten fliegende Wassertanks eingesetzt werden, um es zu löschen. Es muss schnell gehandelt werden!" Die Reaktion der französischen Fachleute ließ nicht lange auf sich warten: Von einem Flugzeug Wasser auf ein solches Gebäude abzuwerfen, könne zum Einsturz des gesamten Gebäudes führen, schrieb der französische Zivilschutz auf Twitter.

Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Seine-Insel Île de la Cité, die wegen des Brandes von den Sicherheitskräften abgeriegelt wurde, wie die Stadt Paris auf Twitter mitteilte. Es wurde eine Veranstaltungshalle geöffnet, um Anwohner aufzunehmen. Touristen machten auf den Brücken über den Fluss Seine Fotos von dem Feuer.

Update vom 15.04.2019, 22:08 Uhr: Pariser Feuerwehr: Nächste Stunden entscheidend

Im Kampf gegen verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat sich die Feuerwehr skeptisch gezeigt. Man sei sich "nicht sicher", ob die Ausbreitung des Feuers aufgehalten werden könne. Das sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem TV-Sender BFM und anderen Medien am Montagabend auf die Frage, ob die weltberühmte Kathedrale noch zu retten sei. Es seien rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz. "Die nächsten eineinhalb Stunden sind entscheidend", sagte der Sprecher. Über dem historischen Bauwerk loderten am späten Abend immer noch hohe Flammen.

Frankreichs Premierminister hat sich entschlossen über den Kampf gegen die Flammen in der Pariser Kathedrale Notre-Dame geäußert. "Unsere Traurigkeit ist unbeschreiblich, aber wir kämpfen immer noch. An diesem Abend kämpfen die Feuerwehrleute heldenhaft gegen das Feuer", schrieb Édouard Philippe am Montagabend auf Twitter. Das Feuer war gegen 19 Uhr im Dachstuhl des weltberühmten Pariser Wahrzeichens ausgebrochen. Der kleine Spitzturm der Kathedrale brach zusammen. Hunderte Feuerleute waren im Einsatz.

Update vom 15.04.2019, 21:27 Uhr: Vor-Ort Bericht der deutschen Presseagentur

In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris ist ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Über dem Wahrzeichen der französischen Hauptstadt war am Montagabend eine riesige Rauchsäule zu sehen, Flammen schlugen lichterloh aus dem Dachstuhl. Der kleine Spitzturm der Kathedrale brach zusammen. Dabei handelte sich um einen kleineren Turm in der Mitte des Daches. Aus den beiden großen Türmen der Kathedrale drang schwarzer Rauch. Über mögliche Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Entsetzen, auch außerhalb von Frankreich

Das Feuer löste auch außerhalb Frankreichs Entsetzen aus. Der gesamte Dachstuhl stehe in Flammen, sagte der Sprecher der Kathedrale, André Finot, der französischen Nachrichtenagentur AFP. Vom Dachstuhl werde nichts mehr übrigbleiben. Man müsse nun schauen, ob das Gewölbe der Kathedrale zu retten sei. Nach Angaben des Innenministeriums war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot vor Ort. Rund 400 Feuerwehrleute versuchten, den Brand einzudämmen.

Das Feuer kurz vor Ostern könne mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen, berichtete AFP unter Berufung auf die Feuerwehr weiter. Er sei auf dem Dachboden ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden. Auf dem Dach der Kathedrale war ein Baugerüst angebracht. Die Polizei gehe nicht von einem terroristischen Hintergrund aus, erklärte ein Sprecher am Abend.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich betroffen und sagte eine für den Abend geplante wichtige Fernsehansprache ab. "Notre-Dame von Paris den Flammen ausgeliefert. Emotion einer ganzen Nation", teilte der Präsident auf Twitter mit. Wie alle Franzosen sei er an diesem Abend traurig, "diesen Teil von uns brennen zu sehen". Nach Medienberichten traf der Präsident am Abend an der Kathedrale ein. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach auf Twitter von einem "fürchterlichen Brand".

Brand im Herzen Paris

Notre-Dame ist eine der Pariser Top-Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen von Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Seine-Insel Île de la Cité, die wegen des Brandes von den Sicherheitskräften abgeriegelt wurde, wie die Stadt Paris auf Twitter mitteilte. Es wurde eine Veranstaltungshalle geöffnet, um Anwohner aufzunehmen. Touristen machten auf den Brücken über den Fluss Seine Fotos von dem Feuer.

Macron hatte am Abend eigentlich eine Ansprache zu den Ergebnissen einer monatelangen Bürgerdebatte halten wollen - einen neuen Termin dafür teilte der Élyséepalast zunächst nicht mit. Macron hatte die "Nationale Debatte" im Januar als Reaktion auf die Proteste der "Gelbwesten" gestartet - nun wollte er Zugeständnisse präsentieren.

Auch außerhalb von Frankreich sorgte der Brand für Entsetzen und Bestürzung. "Notre-Dame von Paris ist Notre-Dame von ganz Europa", schrieb EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter. "Wir sind heute alle bei Paris." Auch die Bundesregierung zeigte sich bestürzt. Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte im Namen von Kanzlerin Angela Merkel: "Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre-Dame zu sehen." Er fügte hinzu: "Notre-Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden."

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) teilte auf Twitter mit, er hoffe, dass es der Feuerwehr rasch gelingt, den Brand einzudämmen und das Wahrzeichen zu retten. Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber sprach auf Twitter auf Französisch von einer "tiefen Traurigkeit" angesichts der "furchtbaren Bilder" aus Paris: "Aus ganzem Herzen mit den Französinnen und den Franzosen."

Auch US-Präsident Donald Trump reagierte bestürzt. Bei einem Besuch im US-Bundesstaat Minnesota sprach er von einem "schrecklichen Feuer" in einem Ausmaß, das selten jemand gesehen habe. Die Kathedrale sei einer der größten Schätze auf der Welt, großartiger als fast jedes Museum auf der Welt, sagte Trump. "Sie ist Teil unserer Kultur. Sie ist Teil unseres Lebens." Es gebe wahrscheinlich keine andere Kathedrale wie diese auf der Welt.

Fast 200 Jahre Bauzeit

Die Geschichte der Kathedrale reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Fast 200 Jahre vergingen bis zur Fertigstellung. Die Dimensionen der im gotischen Stil konstruierten und der Jungfrau Maria geweihten Kirche mit ihren beiden majestätischen Türmen sind gewaltig: Die Kathedrale ist 127 Meter lang, 40 Meter breit und bis zu 33 Meter hoch.

Mit seinem 1831 erschienenen Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" verewigte Victor Hugo die Kathedrale in der Literatur. Witterung und Luftverschmutzung haben dem Baudenkmal über die Jahre schwer zugesetzt. An vielen Stellen bröckelte zuletzt die Bausubstanz - und das vom Staat bereitgestellte Unterhaltsbudget reichte nicht für eine umfassende Sanierung. Deshalb war vor einiger Zeit eine Spendenaktion auf den Weg gebracht worden, um die Instandsetzung zu finanzieren.

Viele Meter lang stehen die Touristen täglich vor dem Gebäude Schlange. Seit den islamistischen Terroranschlägen, die Frankreich in den vergangenen Jahren heimgesucht hatten, wird die Kathedrale von Soldaten bewacht.

Update vom 15.04.2019, 20:55 Uhr: Wohl kein terroristischer Akt - Politiker äußern Betroffenheit - Macron auf dem Weg zur Kathedrale

Bei dem Brand der berühmten Pariser Kathedrale Notre-Dame geht die Polizei zunächst nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Das sagte ein Sprecher der Polizei am Montagabend. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Das Feuer war gegen 18.50 Uhr entdeckt worden, der gesamte Dachstuhl der Kirche stand in Flammen. Der kleine Spitzturm, der sich über dem Dach erhoben hatte, stürzte in sich zusammen. Auf dem Dach der Kathedrale war ein Baugerüst angebracht. Über mögliche Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Wegen des verheerenden Brandes in der Pariser Kathedrale Notre-Dame will sich Staatschef Emmanuel Macron an den Ort des Geschehens begeben. Das bestätigten Élyséekreise der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend auf Anfrage. Macron hatte zuvor eine wichtige für 20.00 Uhr geplante TV-Ansprache wegen des Unglücks kurzfristig abgesagt.

Die Bundesregierung und deutsche Politiker haben bestürzt auf den Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame reagiert. "Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre-Dame zu sehen", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Montagabend auf Twitter. "Notre-Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden."

Vizekanzler Olaf Scholz teilte auf Twitter mit, er hoffe, dass es der Feuerwehr rasch gelingt, den Brand einzudämmen und das Wahrzeichen zu retten. Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber sprach auf Twitter auf Französisch von einer "tiefen Traurigkeit" angesichts der "furchtbaren Bilder" aus Paris: "Aus ganzem Herzen mit den Französinnen und den Franzosen."

Notre-Dame ist eine der Pariser Top-Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen von Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Île de la Cité. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Fast 200 Jahre vergingen bis zur Fertigstellung.

Update vom 15.04.2019, 20:30 Uhr: Macron zeigt sich betroffen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat betroffen auf den Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame reagiert. "Notre-Dame von Paris den Flammen ausgeliefert. Emotion einer ganzen Nation", schrieb der Präsident am Montagabend auf Twitter. Er sei in Gedanken bei allen Katholiken und allen Franzosen. "Wie alle unsere Landsleute bin ich an diesem Abend traurig, diesen Teil von uns brennen zu sehen."

In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris war am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Über dem Wahrzeichen waren Flammen und eine riesige Rauchsäule zu sehen. Ein kleiner Spitzturm in der Mitte des Daches stürzte ein.

Update vom 15.04.2019, 20:22 Uhr: Turm der Kathedrale Notre-Dame in Paris eingestürzt, Dachstuhl brennt komplett

Der kleine Spitzturm der in Flammen stehenden Pariser Kathedrale Notre-Dame ist zusammengebrochen. Dabei handelte sich um einen kleineren Turm in der Mitte des Daches. Schwarzer Rauch drang am Montagabend aus den beiden großen Türmen der Kathedrale, wie ein Reporter der deutschen Presseagentur (dpa) berichtete. Der Wind blies die Flammen in Richtung Westen.

Der gesamte Dachstuhl stehe in Flammen, sagte der Sprecher der Kathedrale, André Finot, der französischen Nachrichtenagentur AFP. Man müsse nun schauen, ob man das Gewölbe der Kathedrale retten könnte. Das Feuer war am Montagabend ausgebrochen. Vor Ort waren Feuerwehr und Polizei. Touristen machten auf den Brücken über den Fluss Seine Fotos von dem Feuer.

Notre-Dame ist eine der Pariser Top-Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen von Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Île de la Cité. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Fast 200 Jahre vergingen bis zur Fertigstellung.

Update vom 15.04.2019, 20:06 Uhr: Macron verschiebt Fernsehansprache

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat wegen des Brands der Pariser Kathedrale Notre-Dame eine wichtige Fernsehansprache zu den Gelbwesten verschoben. Das bestätigte der Élyséepalast am Montagabend kurz vor dem ursprünglich geplanten Sendetermin der deutschen Presseagentur (dpa). Wann Macron die Ansprache zu den Ergebnissen einer monatelangen Bürgerdebatte nun halten will, blieb zunächst offen.

Über der Kathedrale Notre-Dame, einem Wahrzeichen der französischen Hauptstadt, waren am Montagabend (15.04.2019) Flammen und eine riesige Rauchsäule zu sehen. Die Polizei bestätigte den Brand, gab auf Anfrage zunächst aber keine näheren Informationen bekannt.

Rauchsäule über Paris

Eine riesige Rauchsäule steht über einem der berühmtesten Wahrzeichen der Welt - der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt spricht von einem "fürchterlichen Brand". Das vermeldet die deutsche Presseagentur (dpa).

In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris ist ein Feuer ausgebrochen. Über dem Wahrzeichen waren am Montagabend Flammen und eine riesige Rauchsäule zu sehen. Die Polizei bestätigte den Brand, gab auf Anfrage zunächst aber keine näheren Informationen bekannt. Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Feuerwehr könnte der Brand mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen. Er sei auf dem Dachboden der Kathedrale ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden.

Anne Hidalgo sprach von einem "fürchterlichen Brand"

Der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach auf Twitter von einem "fürchterlichen Brand". Die Feuerwehr versuche, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Auf Bildern war zu sehen, wie der Dachstuhl rund um ein Baugerüst in Flammen stand.

Notre-Dame ist eine der Pariser Top-Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen von Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Île de la Cité. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Fast 200 Jahre vergingen bis zur Fertigstellung.

Die Dimensionen der im gotischen Stil konstruierten und der Jungfrau Maria geweihten Kirche mit ihren beiden majestätischen Türmen sind gewaltig: 127 Meter lang, 40 Meter breit und bis zu 33 Meter hoch. Mit seinem 1831 erschienenen historischen Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" verewigte Victor Hugo die Kathedrale in der Literatur.

Viele Meter lang stehen die Touristen täglich vor dem Gebäude Schlange. Seit den islamistischen Terroranschlägen, die Frankreich in den vergangenen Jahren heimgesucht hatten, wird die Kathedrale von Soldaten bewacht.

Fotonachweis: Benoit Moser/Paris Fire Brigade/AP/dpa

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