«Wir verlangen eine Untersuchungskommission unter Beteiligung internationaler Organisationen, die das Ergebnis überprüft.» Wenn die Kommission feststelle, dass die Wahlen unfair waren, verlange er eine neue Abstimmung. Menschenrechtler hatten schon im Vorfeld vor fehlerhaften Wählerlisten und «Geisterwählern» gewarnt.

Die Regierungspartei CPP kam bei der Parlamentswahl am Sonntag nur auf 68 Sitze, nach 90 vor fünf Jahren. Rainsys Nationale Rettungspartei (CNRP) sicherte sich 55 Sitze. Die CNRP schmolz aus zwei Parteien zusammen, die vorher 29 Sitze hatten.

Die Aussicht, dass der seit 28 regierende Ministerpräsident Hun Sen den Forderungen von Rainsy nachkommt, sind gering. Er regiert das Land mit harter Hand und kontrolliert den Staatsapparat und weitgehend auch die Medien.