Damit lenkt nach Luxemburg das letzte EU-Land ein, das sich noch nicht am automatischen Informationsaustausch von Kontodaten ausländischer Sparer beteiligt. Ungeachtet dessen erhöhen Deutschland sowie vier weitere EU-Staaten den Druck. Sie wollen den automatischen Informationsaustausch bei der Zinsbesteuerung erweitern und pochen auf schärfere Regeln in der gesamten Europäischen Union. Zuvor hatten Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der neue US-Finanzminister Jacob J. Lew angekündigt, gemeinsam verstärkt gegen internationale Steueroasen vorgehen zu wollen.

In der EU liefern die meisten Länder deutschen Steuerbehörden automatisch Informationen über Zinseinkünfte von Bundesbürgern in ihren Ländern. Luxemburg und Österreich setzten Ausnahmen durch. Sie pochten bisher auf Gleichbehandlung - auch mit der Schweiz. Luxemburg hatte bereits am Wochenende erklärt, dass es eine Weiterleitung seiner Bankdaten nicht mehr grundsätzlich ablehne.