Obama bekräftigte seine harte Haltung im Kampf gegen undichte Stellen im Regierungsapparat. «Ich entschuldige mich nicht», entgegnete er der Kritik, er würde mit der harten Verfolgung von Informanten die Pressefreiheit einschränken. Seine Aufgabe als Oberbefehlshaber sei es, solche Lecks zu schließen, weil sie amerikanische Soldaten, Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter gefährdeten. Es müsse ein Gleichgewicht zwischen Pressefreiheit und nationaler Sicherheit bewahrt werden.

Die Kontroversen um mögliche Fehltritte der Obama-Regierung beschäftigten Washington auch am Freitag. Das Repräsentantenhaus startete eine Serie von Anhörungen in dem Skandal um die nationale Steuerbehörde IRS, die regierungskritische Gruppen wie etwa die konservative Tea-Party-Bewegung mit besonders harten Überprüfungen benachteiligte. Der von Obama geschasste IRS-Chef Steven Miller entschuldigte sich für das «dumme» Verhalten seiner Mitarbeiter.