Mehr als 200 Menschen ertranken. Sie stammten aus Malakal, der umkämpften Hauptstadt des ölreichen Bundesstaates Oberer Nil, an der Grenze zum nördlichen Nachbarn Sudan. Die Opfern sind nach Berichten von Augenzeugen vor allem Familien mit Kindern. Offensichtlich waren sie flussabwärts unterwegs in Richtung der Stadt Lelo, berichteten lokale Medien. Nach diesen Angaben ereignete sich das Unglück bereits am Sonntag.

Die überfüllte Fähre habe sich plötzlich zur Seite geneigt und sei umgekippt, sagte der Lokalpolitiker und Augenzeuge Majok James. «Die Menschen haben versucht, sich an den Seiten des Bootes festzuhalten, aber nur zwei von ihnen und der Kapitän haben es lebend ans Ufer geschafft», erklärte James. «Dieser Teil des Nils ist sehr breit und tief und hat eine starke Strömung.» Wieviele Flüchtlinge genau an Bord waren, ist unklar.