Heranwachsende mit Covid-19-Symptomen sind einer Studie zufolge im Durchschnitt nach sechs Tagen wieder gesund. Das berichten britische Forscher im Fachmagazin "The Lancet Child & Adolescent Health". Nach eigenen Angaben liefern die Autoren, die unter anderem am King's College in London forschen, damit eine erste breit angelegte Untersuchung, die Erkenntnisse zu symptomatisch an Covid-19 erkrankten Kindern ermöglicht.

Basis der Untersuchung waren die von Eltern oder anderen Erziehungsbeauftragten eingetragenen Symptome, die über eine App nach einem positiven Test gemeldet wurden. In die Auswertung flossen die Krankheitsverläufe von 1734 Kindern zwischen 5 und 17 Jahren ein, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden und Krankheitssymptome zeigten. Im Schnitt hatten die erkrankten Kinder drei Symptome - zu den häufigsten zählten Müdigkeit, Kopfschmerzen und der Verlust von Geschmacks- oder Geruchssinn.

"Es ist beruhigend": Kinder leiden weniger lange an Corona-Erkrankung

Selten kam es vor, dass Kinder auch noch vier Wochen nach ihrer Infektion oder länger Symptome zeigen - in der Untersuchung war das bei 4,4 Prozent der Fall. Nach acht Wochen verspürten nur noch weniger als 2 Prozent der Kinder Symptome. "Es ist beruhigend, dass die Zahl der Kinder, die lange unter Covid-19-Symptomen leiden, sehr niedrig ist", wird Hauptautorin Emma Duncan in einer "Lancet"-Mitteilung zitiert. Derzeit drängen Politik und einige Ärzte in Deutschland darauf, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) eine deutliche Impf-Empfehlung für Kinder ausspricht. 

Die Auswertung bezieht sich auf Daten aus der ZOE Covid-App, die zwischen dem 1. September 2020 und dem 22. Februar 2021 eingegeben wurden. In die Auswertung flossen die Symptome von Kindern und Jugendlichen ein, bei denen ein PCR-Test nahe zu Beginn ihrer Symptome positiv ausgefallen war und deren Eltern oder Erziehungsbeauftragten bis zum Ende der Erkrankung regelmäßig Symptome eintrugen.