Immer mehr Neuinfektionen und Todesfälle in Russland - St. Petersburg nach EM Corona-Hotspot:  Die Behörden in Russland registrierten am Sonntag (04.07.2021) mehr als 25.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

Das sind so viele wie schon seit Anfang Januar nicht mehr. Im gleichen Zeitraum starben demnach 663 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Zuvor hatte die russische Verwaltung fünf Tage am Stück Rekordwerte bei den Todeszahlen gemeldet. In dem Land grassiert vor allem die hochansteckende Delta-Variante. Das Robert Koch-Institut hat Russland deshalb am 28.06.2021 als Virusvariantengebiet eingestuft.

Rekordzahlen an Toten in Russland: Fans trugen bei EM-Spiel keine Masken

Besonders betroffen sind die Hauptstadt Moskau und die Stadt St. Petersburg, wo am Freitag (02.07.21) das letzte von sieben Spielen der Fußball-Europameisterschaft Schweiz gegen Spanien ausgetragen wurde. Auf Bildern aus den Fan-Zonen waren extrem viele Menschen ohne die vorgeschriebene Maske zu sehen.

In Moskau gab es den Angaben vom Samstag zufolge 111 Todesfälle und mehr als 7600 Neuinfektionen, in St. Petersburg waren es 104 Tote und knapp 1800 neue Corona-Fälle. Auch in den kommenden Tagen werden neue Tageshöchststände erwartet. Trotz der hohen Zahlen will der Kreml keinen neuen landesweiten Lockdown beschließen. Allerdings gibt es in einzelnen Regionen zunehmende Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der hohen Infektionszahlen und der Überlastung der Krankenhäuser - wie etwa in Burjatien am Baikalsee.

In Moskau dürfen Menschen nur noch mit einem negativen PCR-Test oder als Geimpfte mit einem QR-Code ins Restaurant. Arbeitgeber vieler Bereiche sind in der Hauptstadt verpflichtet, Impfungen ihrer Mitarbeiter durchzusetzen. 

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