Generalstabschef Martin Dempsey listete in einem Brief an den Senat fünf mögliche Szenarien für einen bewaffneten Einsatz in dem Bürgerkriegsland auf. Sollten sich die USA für einen groß angelegten, bewaffneten Einsatz in Syrien entscheiden, drohten eine langfristige Verstrickung in den Konflikt und «ungewollte Konsequenzen», warnte Dempsey. Hinzu kämen jeden Monat Kosten von mehr als einer Milliarde US-Dollar (rund 760 Millionen Euro).

Obwohl der nun bekanntgewordene Brief fünf Optionen im Kampf gegen das Assad-Regime in Aussicht stellt und die letzte Entscheidung bei Präsident Obama als Oberbefehlshaber der Streitkräfte liegt, sind Dempseys kritische Töne kaum zu überhören. Islamisten und andere Extremisten könnten gestärkt aus einem bewaffneten US-Einsatz hervorgehen, schreibt Dempsey. Auch Vergeltungsschläge der syrischen Führung seien möglich, heißt es in dem Schreiben vom vergangenen Freitag, das an den Vorsitzenden des Streitkräfteausschusses im Senat, Carl Levin, adressiert ist.