Auf einem Boot überlebte ein Migrant die gefährliche Überfahrt nicht, er starb an einer Vergiftung durch Benzindämpfe, wie die Marine am Mittwoch mitteilte.

Die meisten der Migranten sollen aus dem Bürgerkriegsland Syrien stammen. Sie nutzten die derzeit ruhige Wetterlage für ihre Fahrt von der nordafrikanischen Küste über das Mittelmeer. Beobachter des Flüchtlingsstromes gingen davon aus, dass noch weitere Boote auf dem Weg sein dürften.

Allein in der Nacht zum Mittwoch retteten Marine, Küstenwache und Handelsschiffe insgesamt mehr als 1500 Flüchtlinge. Sie waren auf 13 Booten verteilt. Am Montag waren zuvor südlich von Lampedusa knapp 600 Migranten - überwiegend aus Syrien, den Palästinensischen Gebieten und Eritrea - an Bord von Marineschiffen gegangen. Sie waren in zwei Booten von Nordafrika aufgebrochen und wurden nach Sizilien gebracht.

Das wegen seiner Aufenthaltsbedingungen umstrittene Auffanglager auf der Insel Lampedusa ist bereits vor Monaten geschlossen worden. Seit Beginn ihrer strikteren Überwachung des Mittelmeeres vor fünf Monaten hat Italiens Marine etwa 11 500 Flüchtlingen geholfen.