«Wir akzeptieren keine Erpressung», begründete Regierungschef Gruevski die Entscheidung mit Blick auf seinen albanischen Juniorpartner DUI. Die Albaner hatten vorgezogene Parlamentswahlen verlangt, weil eine Einigung mit der konservativen Partei von Gruevski auf einen gemeinsamen Kandidaten bei der turnusmäßigen Präsidentenwahl nicht möglich war.

Die Parlamentswahl am 27. April fällt jetzt zusammen mit einer Stichwahl um das Präsidentenamt. Die erste Runde der Präsidentenwahl ist für den 13. April angesetzt.

Mazedonien ist ein tief zerrissener Staat mit einer slawischen Mehrheit und einer albanischen Minderheit. Deren Bevölkerungsanteil ist unklar, nachdem vor zweieinhalb Jahren eine Volkszählung wegen Gewalt und Organisationschaos abgebrochen werden musste. Mehr als ein Viertel der zwei Millionen Einwohner sollen Albaner sein.